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Bericht: Maskierte Spezialeinheiten prügeln offenbar Migranten aus der EU


Illegale Pushbacks
Bericht: Maskierte prügeln offenbar Migranten aus der EU

Von afp
06.10.2021Lesedauer: 2 Min.
Grenzübergang zwischen Kroatien und Bosnien: Laut mehreren Medien sollen maskierte Polizisten an der Grenze illegale Pushbacks durchführen. (Archivfoto)Vergrößern des BildesGrenzübergang zwischen Kroatien und Bosnien: Laut mehreren Medien sollen maskierte Polizisten an der Grenze illegale Pushbacks durchführen. (Archivfoto) (Quelle: Ivica Galovic/imago-images-bilder)
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Sie schlagen auf Migranten an der EU-Grenze ein oder setzen sie im offenen Meer aus: Laut eines Berichts sollen Spezialeinheiten in mehreren Regionen sogenannte illegale Pushbacks durchführen – ohne ihre Identität preiszugeben.

An illegalen Pushbacks von Migranten aus der EU sind laut einem Medienbericht griechische und kroatische Spezialeinheiten beteiligt. Wie der "Spiegel" am Mittwoch unter Berufung auf monatelange gemeinsame Recherchen mit mehreren Partnermedien berichtete, nehmen die kroatische Interventionspolizei sowie griechische Eliteeinheiten die Pushbacks in verdeckten Einsätzen vor. Demnach verschleiern die Einsatzkräfte oftmals ihre Identität, indem sie Uniformen ohne Abzeichen sowie Sturmhauben tragen.

Laut "Spiegel" zeigen Video-Aufnahmen von elf Pushbacks der kroatischen Interventionspolizei, wie Polizisten auf Flüchtlinge einschlagen, bevor sie sie zurück nach Bosnien und Herzegowina treiben. Die interne Bezeichnung für das illegale Vorgehen ist demnach "Korridor".

EU-Kommission "zutiefst besorgt"

In Griechenland werden die Pushbacks laut den Recherchen unter anderem von Spezialeinheiten der griechischen Küstenwache ausgeführt. Sie fangen demnach mögliche Asylbewerber ab und setzen sie in orangefarbenen Rettungsflößen in der Ägäis aus. Das Nachrichtenmagazin beruft sich auch hier auf Videoaufnahmen von den Pushbacks sowie auf Aussagen von aktiven und ehemaligen Offizieren der griechischen Küstenwache.

Die EU-Kommission erklärte laut dem Bericht, sie lehne Pushbacks entschieden ab, angesichts der anhaltenden Berichte über derartige Aktionen sei sie aber "zutiefst besorgt". Der "Spiegel" und seine Partnermedien Lighthouse Reports, SRF Rundschau, ARD, "Libération", Novosti, RTL Kroatien und Pointer berichten seit längerem regelmäßig über die Pushbacks, die gegen das EU-Recht sowie das Völkerrecht verstoßen.

Ende August hatte der "Spiegel" berichtet, dass die EU-Kommission der griechischen Küstenwache vorerst weitere Soforthilfen für den Grenzschutz verweigere. Bevor weitere Hilfen ausgezahlt würden, müsse Griechenland einen unabhängigen Kontrollmechanismus einführen und Berichte über Pushbacks von Migranten ernsthaft untersuchen, hieß es in dem Bericht.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur AFP
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