Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > USA >

Donald Trump: Pressesprecher Sean Spicer bestätigt Rücktritt

Nachfolger steht bereit  

Trumps Sprecher Sean Spicer tritt zurück

22.07.2017, 11:26 Uhr | dpa

Donald Trump: Pressesprecher Sean Spicer bestätigt Rücktritt. Trumps Sprecher Sean Spicer stand seit Langem in der Kritik. (Quelle: Reuters/Jonathan Ernst)

Trumps Sprecher Sean Spicer stand seit Langem in der Kritik. (Quelle: Jonathan Ernst/Reuters)

Der seit langer Zeit umstrittene Sprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, ist zurückgetreten. Grund soll die Berufung von Anthony Scaramucci zum Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses sein.

Es sei ihm eine Ehre gewesen, dem Präsidenten Donald Trump und den USA zu dienen, schrieb der 45-Jährige auf Twitter. Er bleibe noch bis Ende August im Amt. Nachfolgerin wird seine bisherige Stellvertreterin Sarah Huckabee Sanders.

Schon länger köchelten Gerüchte über einen möglichen Rücktritt des Pressesprechers. Es hieß, Spicer sollte nach der Berufung von Scaramucci nur noch eine strategische Rolle im Kommunikationsteam der US-Regierung übernehmen und somit weniger in der Öffentlichkeit zu sehen sein.

Kurz nachdem die Ernennung Scaramuccis von Regierungskreisen bekannt gegeben worden war, sickerte die Nachricht von Spicers Rücktritt durch. Ein Regierungsmitarbeiter sagte dem Sender CNN, Trump habe Spicer gebeten, seinen Posten zu behalten, aber dieser habe dennoch das Handtuch geworfen. Spicer soll zu Trump gesagt haben, die Entscheidung für Scaramucci sei "ein großer Fehler", schrieb die "New York Times".

Die täglichen Pressekonferenzen hatten Spicer zu einem prominenten Gesicht der Trump-Regierung gemacht. Mehrmals geriet er in die Kritik, weil er unvorbereitet zu den Briefings erschien oder verquere Antworten gab. Gleich bei seinem ersten Auftritt im Januar drohte er den versammelten Journalisten und stellte die unwahre Behauptung auf, das Publikum bei Donald Trumps Vereidigung sei das größte aller Zeiten bei einer Amtseinführung eines US-Präsidenten gewesen. 

Für den größten Aufschrei seiner kurzen Amtszeit sorgte Spicer Mitte April, als er den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad mit Adolf Hitler verglich. Nicht einmal jemand, der so "verabscheuungswürdig" gewesen sei wie Hitler, sei so tief gesunken, wie Assad chemische Waffen einzusetzen. Er entschuldigte sich kurz darauf, es folgten dennoch Rücktrittsforderungen. Einmal soll er sich in den Garten des Weißen Hauses geflüchtet haben, um Reporterfragen zu entgehen.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal