Sie sind hier: Home > Politik > Deutschland > Gesellschaft >

Linkspartei: Mindestlohn reicht für Alleinerziehende nicht

Arm trotz Arbeit  

Mindestlohn reicht für Alleinerziehende nicht

13.04.2017, 15:09 Uhr | AFP

Linkspartei: Mindestlohn reicht für Alleinerziehende nicht. Der Mindestlohn von 8,84 Euro reicht für die meisten Alleinerziehenden nicht aus (Quelle: imago images/Norbert Neetz)

Der Mindestlohn von 8,84 Euro reicht für die meisten Alleinerziehenden nicht aus (Quelle: Norbert Neetz/imago images)

Alleinerziehende kommen selbst mit einem Vollzeitjob finanziell häufig nicht über die Runden. Die Linkspartei macht dafür einen zu geringen Mindestlohn verantwortlich.

87 Prozent der Alleinerziehenden mit einem Kind unter sechs Jahren, die nur den Mindestlohn bekommen, sind auf Sozialleistungen angewiesen, das ergab eine parlamentarische Anfrage der Linken.

Bei den Berechnungen wird zugrunde gelegt, dass die oder der Alleinerziehende 37,7 Stunden in der Woche arbeitet und den gesetzlichen Mindestlohn von 8,84 Euro erhält. Daraus ergibt sich ein durchschnittlicher Bruttoverdienst von 1444 Euro im Monat.

Nach Abzug von Steuern, Abgaben, Freibeträgen und Lebenshaltungskosten einer Alleinerziehenden dürften die Wohnkosten bis zu 339 Euro betragen, damit kein Anspruch auf Sozialleistungen entsteht.

Bei 109.000 der 126.000 Alleinerziehenden – also 87 Prozent – liegen die anerkannten Wohnkosten den Angaben zufolge aber über 339 Euro. Über die Regierungsantwort hatte am Donnerstag zunächst die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post" berichtet.

Linke fordern höheren Mindestlohn

Als Konsequenz aus den Berechnungen forderte Linken-Fraktionsvize Klaus Ernst eine Erhöhung des Mindestlohnes. Die Bundesregierung habe den Mindestlohn im Jahre 2015 mit 8,50 Euro deutlich unterhalb der Niedriglohnschwelle eingeführt, die 2010 bereits bei 10,36 Euro gelegen habe.

Nötig sei ein Mindestlohn von zwölf Euro, sagte Ernst. "So dämmt man wirksam den Niedriglohnsektor ein und gibt den darin Beschäftigten die Chance, durch eigene Arbeit aus Hartz IV herauszukommen." Dadurch werde außerdem erreicht, dass Beschäftigte nach 45 Beitragsjahren eine Rente oberhalb des Grundsicherungsniveaus erhalten.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
New Collection - Daisies & Stripes
bei TOM TAILOR
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal