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Deutsches Kinderhilfswerk: Kinderrechte in Schulen stärker vermitteln

Deutsches Kinderhilfswerk  

Kitas und Schulen sollen Kinderrechte vermitteln

19.11.2017, 14:59 Uhr | AFP

Deutsches Kinderhilfswerk: Kinderrechte in Schulen stärker vermitteln. Ein Plakat mit dem Artikel 3 der UN-Kinderrechtskonvention hängt am in Lüneburg in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie.  (Quelle: dpa/Philipp Schulze/Archiv)

Ein Plakat mit dem Artikel 3 der UN-Kinderrechtskonvention hängt am in Lüneburg in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie. (Quelle: Philipp Schulze/Archiv/dpa)

Das Deutsche Kinderhilfswerk hat eine bundesweite Bildungsoffensive in Sachen Kinderrechte gefordert. Die Organisation hat sich dafür ausgesprochen, Kinderrechte künftig in die Lehrpläne der Schulen einzubauen.

Kinderrechte dürften nicht nur dann ein Thema sein, wenn es um Kinderarbeit in Entwicklungsländern gehe. "Alle Kinder haben laut UN-Kinderrechtskonvention die gleichen Rechte, die auch in Deutschland nicht hinreichend umgesetzt werden, das gilt für den Bereich der Mitbestimmung genauso wie für soziale Sicherheit", erklärte Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerks. Kinderrechte hätten eine besondere Bedeutung für die Lebensrealität und auch für die Wertevermittlung, für das Selbstwertgefühl und das Selbstbewusstsein von Kindern und Jugendlichen.

Am 20. November 1989 wurde die UN-Kinderrechtskonvention unterschrieben. Im April 1992 trat sie auch in Deutschland in Kraft. Die Kinderrechtskonvention soll dazu beitragen, dass Kinder geschützt aufwachsen, nach ihren Fähigkeiten gefördert und ihre Meinungen bei sie betreffenden Angelegenheiten berücksichtigt werden.

So haben Kinder zum Beispiel das Recht auf Schutz vor Gewalt, das Recht auf Mitbestimmung und das Recht auf Spiel, Freizeit und Erholung. Außerdem ermöglichen die Kinderrechte, dass alle Kinder faire Chancen im Leben haben und zu starken Mitgliedern unserer Gesellschaft heranwachsen können.

Kinderrechte sind nicht überall bekannt

In Deutschland bestehen laut einer früheren Umfrage des Kinderhilfswerks noch erhebliche Defizite bei der Bekanntheit der Kinderrechte. Nur 18 Prozent der Kinder und Jugendlichen und 15 Prozent der Erwachsenen sagen, dass sie sich hier "ganz gut auskennen und einzelne Kinderrechte nennen könnten". Etwa ein Fünftel der Kinder und Jugendlichen (22 Prozent) und zwölf Prozent der Erwachsenen haben vom Thema Kinderrechte noch nie etwas gehört oder gelesen.

Die Linke fordert die Aufnahme der Kinderrechte in das Grundgesetz. Da sich auch die Grünen und die Union in ihren Wahlprogrammen dazu bekannt haben, Kinderrechte im Grundgesetz festzuschreiben, wäre rein rechnerisch dafür eine Mehrheit im Bundestag sicher, erklärte Parteichefin Katja Kipping am Sonntag. Dazu müsse auch die Einführung einer Kindergrundsicherung gehören.

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