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Jeder Zweite will Gesetze wie in Schweden

Von dpa
Aktualisiert am 14.01.2018Lesedauer: 2 Min.
Weltweit wird ĂŒber sexuelle BelĂ€stigung und Missbrauch debattiert: Viele Deutsche wĂŒnschen sich ein hĂ€rteres Sexualstrafrecht.
Weltweit wird ĂŒber sexuelle BelĂ€stigung und Missbrauch debattiert: Viele Deutsche wĂŒnschen sich ein hĂ€rteres Sexualstrafrecht. (Quelle: Jens Kalaene/dpa-bilder)
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"Nur Ja heißt Ja", heißt die neue Regel fĂŒr Sex in Schweden. Laut Umfrage ist auch jeder zweite Deutsche fĂŒr hĂ€rtere Bestimmungen. Viele fĂŒrchten aber, dass Sex unromatisch werden könnte.

"Nein heißt Nein", besagt das deutsche Gesetz gegen Vergewaltigungen. Das heißt aber auch: Wer nicht erkennbar ausdrĂŒckt, dass er keinen Sex will, stimmt ihm zu. Vielen geht das nach der "MeToo"-Kampagne gegen sexuelle BelĂ€stigung nicht weit genug. Fast jeder Zweite in Deutschland befĂŒrwortet einer Umfrage zufolge ein schĂ€rferes Sexualstrafrecht nach schwedischem Vorbild.

Dort ist Geschlechtsverkehr bald nur noch legal, wenn ihm beide Partner ausdrĂŒcklich und erkennbar zustimmen. Anders als in Deutschland gilt hier kĂŒnftig "Nur Ja heißt Ja". Das bedeutet, dass PassivitĂ€t nicht lĂ€nger als "stilles EinverstĂ€ndnis" interpretiert wird. Stimmt der Partner dem Sex nicht verbal oder durch eindeutige Gesten zu, wird das als zumindest fahrlĂ€ssige Vergewaltigung eingestuft - auch ohne sichtbare Auseinandersetzung oder Gewalt.

PrÀventives Signal

In einer reprĂ€sentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov sprachen sich jetzt 47 Prozent der Befragten in Deutschland dafĂŒr aus, ein solches Gesetz zu einvernehmlichem Geschlechtsverkehr auch hierzulande einzufĂŒhren. 32 Prozent lehnten das ab - MĂ€nner hĂ€ufiger als Frauen.

Knapp die HĂ€lfte der Befragten geht davon aus, dass ein schĂ€rferes Gesetz tatsĂ€chlich besser vor Vergewaltigungen schĂŒtzt. In Schweden setzen die Behörden dabei vor allem auf Abschreckung: Das Gesetz solle auch prĂ€ventiv wirken und ein Signal senden, sagte Justizminister Morgan Johansson im vergangenen Dezember. Zugleich gehe er aber davon aus, dass auch mehr Vergewaltiger vor Gericht verurteilt werden könnten.

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Problem des Nachweises

Dabei steigt nach EinschÀtzung einer Mehrheit der Deutschen allerdings auch die Gefahr, zu Unrecht einer Vergewaltigung beschuldigt zu werden. Dem stimmten in der Umfrage 63 Prozent der MÀnner und 53 Prozent der Frauen zu.

Das Problem ist der Nachweis: Wie zeigt man in einem Gerichtsverfahren, dass einer der Partner den Sex nicht wollte? Die Beweislast liege auch mit dem neuen Gesetz weiter beim KlÀger, betont das schwedische Justizministerium. Das bedeutet, wer jemanden der Vergewaltigung beschuldigt, muss glaubhaft zeigen, dass er dem Geschlechtsverkehr nicht zugestimmt hat.

Aussage gegen Aussage

TatsÀchlich steht vor Gericht hÀufig Aussage gegen Aussage. Das wird sich nach EinschÀtzung von schwedischen Experten auch mit dem neuen Gesetz nicht Àndern.

Ob es allerdings die Stimmung im Schlafzimmer verĂ€ndert? Mehr als die HĂ€lfte der in Deutschland Befragten (53 Prozent) fĂŒrchtet, Sex werde dadurch ziemlich unromantisch zu einer formellen Angelegenheit. Fast genauso viele (51 Prozent - Frauen hĂ€ufiger als MĂ€nner) sagten aber auch, fĂŒr sie werde sich im Bett nichts wesentlich Ă€ndern.

Quelle:
- dpa

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