Sie sind hier: Home > Politik > Deutschland > Gesellschaft >

Berlin: Antisemitischer Schläger stellt sich nach Angriff auf Israelis der Polizei

...

Angriff auf Israelis in Berlin  

Antisemitischer Schläger stellt sich der Polizei

19.04.2018, 16:31 Uhr | dpa

Dieses Video, aufgenommen in Berlin, zeigt, wie ein junger Mann auf offener Straße angegriffen und beleidigt wird, offenbar weil er Jude ist. (Screenshot: Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus)
Antisemitischer Angriff auf zwei Männer in Berlin

Übergriffe auf Juden in Deutschland: Bei einem Vorfall in Berlin filmte das Opfer den Angreifer, wie dieser mit dem Gürtel zuschlug. (Quelle: t-online.de)

Übergriffe auf Juden in Deutschland: Bei einem Vorfall in Berlin filmte das Opfer den Angreifer, wie dieser mit dem Gürtel zuschlug. (Quelle: t-online.de)


Ein Angriff auf zwei Kippa tragende junge Israelis in Berlin hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst. Nun soll sich der mutmaßliche Angreifer den Behörden gestellt haben.

Zwei Tage nach einem antisemitischen Angriff auf einen jungen Israeli und seinen Begleiter in Berlin hat sich der mutmaßliche Täter der Polizei gestellt. Am Donnerstag gegen 12.30 Uhr sei der 19-jährige Mann beim Landeskriminalamt erschienen, sagte ein Polizeisprecher. Begleitet wurde er von einer Rechtsanwältin.

Der mutmaßliche Täter ist demnach ein Flüchtling aus Syrien. Wie lange er bereits in Deutschland ist und wo er lebt, teilte die Polizei nicht mit. Auch zu seinen beiden Begleitern gab es keine Informationen. Die Zeitungen "Bild" und "B.Z." hatten zuerst darüber berichtet. Laut deren Angaben wird gegen den Angreifer wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung ermittelt.

Erst wurde beleidigt, dann geschlagen

Der 21-jährige Israeli arabischer Herkunft und sein Freund waren am Dienstagabend mit Kippas – der traditionellen jüdischen Kopfbedeckung – durch den Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg gegangen, als sie aus einer Gruppe von drei Männern heraus antisemitisch beleidigt wurden. Einer der Männer attackierte dann den jungen Israeli.

Ein Video, das vom Opfer selbst gefilmt wurde, zeigt den Angreifer, der mit einem Gürtel auf den Filmenden einschlägt und dabei unter anderem "Yahudi" brüllt, das arabische Wort für Jude. Das Video wurde vom Jüdischen Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus verbreitet.

Der junge Israeli ist selbst kein Jude, wie er der Deutschen Welle erklärte. Ein Freund habe ihn gewarnt, man sei in Deutschland nicht sicher, wenn man eine Kippa trage. Das habe er nicht geglaubt und wollte das Gegenteil demonstrieren. Er filmte den Vorfall, weil er einen Beweis für die Polizei haben wollte, "und dass die Deutschen sehen, ja im Grunde, dass die Welt sieht, wie schrecklich es ist, in diesen Tagen als Jude durch Berlins Straße zu laufen."

Verwendete Quellen:
  • dpa

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Die neuen Sandalen und Sandaletten sind da!
jetzt shoppen auf tamaris.com
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2018