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"Umweltsau"-Lied: SPD-Chefin Esken kritisiert WDR-Chef Tom Buhrow

"Mich beunruhigt das"  

"Umweltsau"-Lied: SPD-Chefin Esken kritisiert WDR-Chef Buhrow

31.12.2019, 10:52 Uhr | dpa, cwe

"Umweltsau"-Lied: SPD-Chefin Esken kritisiert WDR-Chef Tom Buhrow. Tom Buhrow: Der WDR-Intendant hat das "Umweltsau"-Lied als Fehler bezeichnet. (Quelle: imago images)

Tom Buhrow: Der WDR-Intendant hat das "Umweltsau"-Lied als Fehler bezeichnet. (Quelle: imago images)

Nach dem Desaster um das "Umweltsau"-Lied des WDR-Kinderchors reißt die Kritik an Senderchef Tom Buhrow nicht ab. Jetzt hat sich auch SPD-Chef Saskia Esken kritisch zu dessen Verhalten geäußert. 

Nach den massiven Reaktionen auf das "Umweltsau"-Lied des WDR-Kinderchors wird die Kritik an Intendant Tom Buhrow lauter. Diese richtet sich unter anderem gegen sein Verhalten gegenüber den verantwortlichen Mitarbeitern. SPD-Chefin Saskia Esken etwa kritisiert in einem Tweet, dass Buhrow den Redakteuren nicht ausreichend Rückendeckung gegeben habe.

"Mich beunruhigt das, wenn Journalisten, Medienschaffende, Künstler in diesem Land keine Rückendeckung haben, weil Verantwortliche einem Shitstorm nicht standhalten. Mich beunruhigt das sehr", schrieb Esken bei Twitter. Buhrow hatte das Lied als "verunglückt" und Fehler bezeichnet. "Ich entschuldige mich ohne Wenn und Aber dafür", erklärte er in einer WDR-Sondersendung am Samstag.

Buhrow: "In unserem Land ist etwas richtig krank"

Angesichts der teils drastischen Kritik und Reaktionen in sozialen Netzwerken bis hin zu Morddrohungen hatte sich Buhrow am Montag erneut geäußert und sich schützend vor die Verantwortlichen für das Lied gestellt. "Wir werden das nicht dulden, ich gehe mit allen juristischen Mitteln dagegen vor", sagte Buhrow im "Mittagsmagazin" auf WDR 2.

Die Drohungen offenbarten ein erschreckendes Maß an Verrohung. "In unserem Land ist etwas richtig krank, und wir haben alle dazu beizutragen, dass sich das ändert", sagte Buhrow. "Wir in den Medien müssen etwas demütiger sein (...) und auch mal Kritik ertragen können." Gewaltandrohungen lasse man sich aber nicht gefallen.

Journalisten-Verband fordert Schutz für Reporter

In dem Lied des WDR-Kinderchors hatte es geheißen: "Meine Oma ist 'ne alte Umweltsau." Ein immenser Shitstorm im Netz war die Folge. Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) forderte die Verantwortlichen beim WDR am Montag auf, sich aktiv um den Schutz eines freien Journalisten zu bemühen, der Morddrohungen erhalte.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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