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Homeoffice und Einkommen: Geringverdiener trifft die Krise am härtesten

Weniger Geld, weniger Homeoffice  

Geringverdiener trifft die Krise am härtesten

10.03.2021, 19:14 Uhr | AFP, rtr, MaM

Homeoffice und Einkommen: Geringverdiener trifft die Krise am härtesten. Kind mit leerem Portemonnaie und einem Fünf-Euro-Schein: Geringverdiener trifft die Krise besonders hart (Symbolbild). (Quelle: imago images/Ute Grabowsky/photothek.net)

Kind mit leerem Portemonnaie und einem Fünf-Euro-Schein: Geringverdiener trifft die Krise besonders hart (Symbolbild). (Quelle: Ute Grabowsky/photothek.net/imago images)

Menschen, die schon vor der Corona-Pandemie ein geringeres Einkommen hatten, kommen nun zunehmend in finanzielle Not. Kanzlerin Angela Merkel warnt deshalb davor, staatliche Hilfen voreilig einzustellen.

Die Corona-Pandemie droht die Lage armer Haushalte in Deutschland zu verschärfen. Die finanziellen Folgen des ersten Lockdowns wirkten sich auf niedrige Einkommensgruppen stärker aus, wie aus einem Datenreport hervorgeht, den mehrere Institutionen am Mittwoch vorstellten. Ärmere Menschen waren demnach häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen und konnten seltener im Homeoffice arbeiten.

Nur sechs Prozent Homeoffice in unteren Einkommensgruppen

Während Haushalte mit höherem Einkommen im ersten Lockdown häufiger von Einkommensverlusten berichteten, wirkten sich solche Verluste in den unteren Einkommensgruppen stärker aus. So berichteten für den Zeitraum Ende März bis Anfang Juli fast 20 Prozent der Niedrigverdiener von finanziellen Problemen.

Diese Menschen mussten auch häufiger für ihre Arbeit nach draußen: In der Hälfte der Berufe im unteren Drittel des Einkommens betrug der Heimarbeitsanteil laut Bericht weniger als sechs Prozent. Demgegenüber verzeichneten fast zwei Drittel der Berufsgruppen im oberen Einkommensdrittel einen Anteil von 20 Prozent und mehr.

Merkel warnt vor Ende für Hilfsprogramme

Der Bericht wurde vom Statistischen Bundesamt, dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung und dem Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung als Publikation der Bundeszentrale für politische Bildung herausgegeben.

Bundeskanzlerin Angela Merkel warnte am Mittwoch vor einem zu schnellen Einstellen von Hilfsprogrammen für Hilfsbedürftige nach der Überwindung der Corona-Pandemie. Es werde noch lange dauern, Menschen wieder in eine Situation wie vor der Pandemie zu bringen, sagte Merkel in einer Debatte mit Mitarbeitern von Hilfs- und Krisentelefonen. Die Haushaltslage sei sicher nicht gut. "Wir müssen dann gucken, dass wir nicht zu früh mit irgendso einem Kurs einsetzen, der alles abschneidet."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen AFP, rtr

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