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Meinung
Was ist eine Meinung?

Die subjektive Sicht des Autors auf das Thema. Niemand muss diese Meinung ├╝bernehmen, aber sie kann zum Nachdenken anregen.

Judenhass ist keine Meinung

  • Florian Schmidt
Ein Kommentar von Florian Schmidt

Aktualisiert am 13.05.2021Lesedauer: 2 Min.
Offene Hassparolen: Auf diesen Demos ist es zu antisemitischen Ausf├Ąllen gekommen. (Quelle: t-online)
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Proteste wie in Gelsenkirchen sind eine Schande f├╝r Deutschland. Die Polizei muss volksverhetzende Parolen viel fr├╝her erkennen. Wenn es sein muss mit einem Vokabelheft.

Unertr├Ąglich, besch├Ąmend, abscheulich! Es f├Ąllt schwer, Worte zu finden f├╝r das, was sich am Mittwochabend nahe einer Synagoge in Gelsenkirchen abgespielt hat und sich nun in Videos im Internet verbreitet.

Laut und deutlich skandiert ein Mob von rund 180 Menschen, zum Teil ausgestattet mit Pal├Ąstina-, Algerien- und T├╝rkeiflaggen, "Schei├č Juden, Schei├č Juden!" und "Kinderm├Ârder Israel!". Die Menge klatscht und johlt, einige tanzen, fuchteln mit den Armen, recken die F├Ąuste.

Die Bilder sind deshalb so grausam und ekelerregend, weil sie an das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte erinnern. So oder so ├Ąhnlich fing es an, denkt man sich. So in etwa war es wohl damals zu Zeiten des Nationalsozialismus, als unsere Vorfahren unter Hitler ihrem Judenhass freien Lauf lie├čen, erst die Scheiben j├╝discher Gesch├Ąfte einschlugen und ihre Inhaber sp├Ąter in Vernichtungslagern ermordeten.

Juden in Deutschland leben in Angst

Zugleich sind die Bilder erschreckend, weil die Deutschen, wir alle, seitdem stets zwei Worte beschw├Âren: "Nie wieder" d├╝rfe es Antisemitismus in Deutschland geben. "Nie wieder" d├╝rften sich hierzulande Juden unsicher f├╝hlen, weil ihnen Hass entgegenschl├Ągt.

Die Realit├Ąt, und das zeigen nicht erst die Videoaufnahmen aus Gelsenkirchen, sieht anders aus. Der Antisemitismus in Deutschland, er war nie weg. Seit Langem leben Juden in Deutschland in Angst. Sie scheuen sich, mit einer Kippa auf die Stra├če zu gehen. Sie f├╝rchten sich, offen ├╝ber ihre Religionszugeh├Ârigkeit zu sprechen. Sie sorgen sich um ihre Kinder, die in der Schule zum Teil gemobbt werden.

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Immer wieder und vor allem immer ├Âfter bricht sich der Antisemitismus Bahn. Im Alltag bei Judenwitzen, bei "Querdenker"-Demonstrationen, oder eben jetzt unter dem Deckmantel einer falschen "Israelkritik", die nichts anderes ist als purer Judenhass.

Die Polizei muss sofort einschreiten

All das ist nicht hinnehmbar. F├╝r Hetze gegen Menschen j├╝dischen Glaubens ist in Deutschland kein Platz. Das auszusprechen, zu benennen, ist eine Selbstverst├Ąndlichkeit, nicht nur f├╝r Politiker, sondern f├╝r uns alle.

Was aber sollte dar├╝ber hinaus folgen aus den Bildern aus Gelsenkirchen? Vielleicht eine Debatte dar├╝ber, ob es im Rahmen der Demonstrationsfreiheit eine noch klarere Abgrenzung zwischen Meinungsfreiheit und Volksverhetzung braucht. Sobald klar volksverhetzende Parolen zu h├Âren sind, muss die Polizei einschreiten.

Daf├╝r wiederum muss die Polizei genau wissen, wo die Meinungsfreiheit endet ÔÇô wenn es sein muss mithilfe eines Vokabelhefts zum Auswendiglernen, auf Deutsch, Englisch und Arabisch. Denn eines ist klar: Antisemitismus ist keine Meinung.

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  • Lars Wienand
Von Lars Wienand
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