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AfD-Chefs fordern von Bystron vorerst Verzicht auf Auftritte


Europawahlkampf
AfD-Chefs fordern von Bystron vorerst Verzicht auf Auftritte

Von dpa
18.05.2024Lesedauer: 1 Min.
Petr BystronVergrößern des BildesPetr Bystron ist seit 2017 Obmann der AfD im Auswärtigen Ausschuss des Bundestages. (Quelle: Christoph Soeder/dpa/dpa-bilder)
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Wegen des Anfangsverdachts der Bestechlichkeit und der Geldwäsche wird gegen den AfD-Politiker ermittelt. Nun schalten sich die Parteichefs ein.

Die AfD-Vorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla haben den AfD-Bundestagsabgeordneten Petr Bystron aufgefordert, auf weitere Auftritte im Europawahlkampf zu verzichten. In einer E-Mail des AfD-Bundesgeschäftsführers an Bystron heißt es, Weidel und Chrupalla hätten miteinander abgestimmt, dass Bystron bis zur Klärung der gegen ihn erhobenen Vorwürfe beziehungsweise der gegen ihn laufenden Ermittlungen auf weitere Auftritte im Rahmen des Europawahlkampfes der AfD verzichten solle. Über die Mail hatte zuerst das ARD-Hauptstadtstudio berichtet, sie liegt auch der Deutschen Presse-Agentur vor.

Bystron steht auf Listenplatz 2 der Partei für die Europawahl. Am Freitagabend machte er auf seinem Telegram-Kanal noch Werbung für mehrere Auftritte in den kommenden Tagen, unter anderem am Samstag im bayerischen Deggendorf.

"Verfahren wird eingestellt werden, wenn die Wahl vorbei ist"

Der Bundestag hatte am Donnerstag die Immunität von Bystron aufgehoben. Wegen des Anfangsverdachts der Bestechlichkeit und der Geldwäsche hat die Generalstaatsanwaltschaft München Ermittlungen gegen ihn eingeleitet. Bystron selbst bezeichnete das Ermittlungsverfahren gegenüber "Zeit online" als politisch motiviert. "Das Verfahren wird eingestellt werden, wenn die Wahl vorbei ist", zitierte ihn das Portal.

Der Abgeordnete aus dem Wahlkreis München-Nord ist seit 2017 Obmann der AfD im Auswärtigen Ausschuss des Bundestages. Bystron und AfD-Europaspitzenkandidat Maximilian Krah sind wegen möglicher Verbindungen zu prorussischen Netzwerken und möglicher Geldzahlungen seit Wochen in den Schlagzeilen.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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