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Rentenerhöhung zum Juli: Zum ersten Mal in Ost und West gleich


Trotz Inflation
Renten steigen im Juli spürbar an

Von dpa
Aktualisiert am 14.06.2024Lesedauer: 2 Min.
imago images 0493721666Vergrößern des BildesRentnerin beim Einkaufen (Symbolbild): Im Juli steigen die Renten. (Quelle: IMAGO/Martin Wagner/imago)
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Zum Julibeginn steigen die Renten bundesweit um 4,57 Prozent. Es ist das erste Mal, dass die Renten im Osten und Westen der Republik gleichermaßen steigen.

Die Renten in Deutschland steigen zum 1. Juli um 4,57 Prozent. Der Bundesrat ließ am Freitag eine entsprechende Verordnung des Bundesarbeitsministeriums passieren. Erstmals fällt die Erhöhung für die mehr als 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Ost und West gleich aus. Eine Rente von 1.000 Euro steigt damit um 45,70 Euro.

Im vergangenen Herbst waren die offiziellen Schätzer noch von einem Plus von nur rund 3,5 Prozent ausgegangen. Hauptgründe für die stärkere Erhöhung sind der stabile Arbeitsmarkt in Deutschland und gute Lohnabschlüsse. Für die Rentenanpassung maßgeblich waren Lohnsteigerungen von 4,72 Prozent.

Inflation geringer

Erstmals seit Jahren frisst die Inflation die Erhöhung nicht auf. Die Inflationsrate in Deutschland lag im Mai bei 2,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. In den vergangenen zwei Jahren war die Rentenerhöhung hinter der Inflation zurückgeblieben, im Jahr davor hatte es im Westen eine Nullrunde gegeben und im Osten nur eine minimale Erhöhung. Lesen Sie hier, wie die Rentenanpassung genau funktioniert.

2023 waren die Altersbezüge in den alten Ländern noch um 4,39 und im Osten um 5,86 Prozent gestiegen. Damit hatten sich die Renten aber bereits im vergangenen Jahr angeglichen. Das war früher als vorgesehen. Denn die Löhne waren im Osten zuvor deutlich stärker gestiegen als im Westen.

Rentenpaket soll bis Oktober beschlossen werden

Laut aktuellem Rentenversicherungsbericht steigen die Renten künftig in geringerem Ausmaß. So geht der Bericht bis 2037 von einer durchschnittlichen Steigerungsrate von 2,6 Prozent pro Jahr aus – insgesamt gut 43 Prozent. Ohne gesetzliche Eingriffe würde der Übertritt von Millionen sogenannter Babyboomer in die Rente immer deutlicher spürbar werden. Laut dem Bericht dürfte das Rentenniveau ohne Reform von derzeit 48,2 Prozent bis auf 45,0 Prozent im Jahr 2037 sinken. Die Renten würden dann generell nicht mehr so stark wie die Löhne steigen.

Die Koalition reagiert mit einem Rentenpaket, mit dem das Sicherungsniveau bei der Rente in Zukunft bei 48 Prozent fixiert werden soll. Was das genau bedeutet, lesen Sie hier. Bis Mitte der 2030er-Jahre will die Regierung zudem mindestens 200 Milliarden Euro aus Bundesmitteln am Kapitalmarkt anlegen. Aus den Erträgen sollen Beitragsanstiege abgedämpft werden. Die Pläne sollen noch ab Ende Juni im Bundestag beraten und bis Oktober in Bundesrat und Bundestag beschlossen werden, wie es aus Fraktionskreisen der Ampel hieß.

Die Verordnung zur Rentenerhöhung wird nach der Zustimmung des Bundesrates im Bundesgesetzblatt verkündet und tritt am 1. Juli 2024 in Kraft.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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