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Mordfall LĂŒbcke: Erwog Stephan E. die Tat lange vorher?

Von dpa
Aktualisiert am 08.07.2019Lesedauer: 3 Min.
Stephan E.
Stephan E. wird zum Bundesgerichtshof zu einem Ermittlungsrichter gebracht. (Quelle: Uli Deck./dpa)
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Karlsruhe (dpa) - Der HauptverdĂ€chtige im Mordfall LĂŒbcke hat laut seinem inzwischen zurĂŒckgezogenen GestĂ€ndnis schon 2017 und 2018 je einen Anlauf zu der Tat unternommen.

Mindestens zwei Mal sei Stephan E. bewaffnet zum Haus des Kasseler RegierungsprĂ€sidenten gefahren, dann aber wieder umgekehrt, hieß es aus Ermittlerkreisen. Hinterher sei er froh gewesen, Walter LĂŒbcke nicht getötet zu haben, schrieben "SĂŒddeutsche Zeitung" ("SZ"), NDR und WDR am Sonntagabend.

Der Rechercheverbund hatte zuerst ĂŒber die Details aus dem GestĂ€ndnis berichtet. Demnach will E. sich seine Schusswaffen ab 2014 besorgt haben, um seine Familie vor angeblich ĂŒberhandnehmender KriminalitĂ€t von AuslĂ€ndern zu schĂŒtzen. Der Plan, LĂŒbcke zu töten, sei dann nach und nach gereift. Dabei hĂ€tten auch islamistische AnschlĂ€ge eine Rolle gespielt, die E. aufgewĂŒhlt und beschĂ€ftigt hĂ€tten. Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe kommentierte den Bericht nicht.

LĂŒbcke war Anfang Juni auf seiner Terrasse mit einem Kopfschuss getötet worden. DNA-Spuren am Tatort fĂŒhrten zu E., der seit Mitte Juni in Untersuchungshaft sitzt. Die Ermittler gehen von einem rechtsextremen Hintergrund der Tat aus. Deshalb fĂŒhrt inzwischen der Generalbundesanwalt die Ermittlungen.

Der 45-jĂ€hrige E. hatte zunĂ€chst zugegeben, LĂŒbcke getötet zu haben - in einem achtstĂŒndigen GesprĂ€ch mit den Ermittlern, wie es in dem Medienbericht heißt. Bei einem Termin beim Haftrichter des Bundesgerichtshofs (BGH) widerrief er dieses GestĂ€ndnis spĂ€ter.

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FĂŒr die Ermittler Ă€ndert das nichts am dringenden Tatverdacht. Sie gehen nach Informationen aus Justizkreisen davon aus, dass das GestĂ€ndnis in einem Prozess gegen E. problemlos verwertbar wĂ€re. Dieser habe in seiner ursprĂŒnglichen Aussage TĂ€terwissen offenbart. An seiner TĂ€terschaft bestĂŒnden deshalb keine Zweifel.

E. hatte den Ermittlern sein Waffenversteck verraten und auch die Namen zweier MĂ€nner genannt, ĂŒber die er 2016 an die spĂ€tere Tatwaffe gekommen sei. Elmar J. und Markus H. wird deshalb Beihilfe zum Mord vorgeworfen, sie sitzen ebenfalls in U-Haft.

Nach den Erkenntnissen der Ermittler kreuzten sich LĂŒbckes und E.'s Wege 2015 auf einer Informationsveranstaltung zu einer geplanten FlĂŒchtlingsunterkunft. Dort hatte sich der RegierungsprĂ€sident gegen SchmĂ€hrufe gewehrt und in einer anschließenden Rede gesagt, wer gewisse Werte nicht teile, könne das Land verlassen. Laut "SZ", NDR und WDR hat E. eingerĂ€umt, einer der lautesten Zwischenrufer ("Ich glaub's nicht" - "Verschwinde!") zu sein, die auf einem Handyvideo zu hören sind.

Der vorbestrafte Rechtsextremist habe sich eigentlich aus der Szene lösen und ein normales Leben mit Familie und Job fĂŒhren wollen, heißt es weiter in dem Bericht ĂŒber das anfĂ€ngliche GestĂ€ndnis.

Die sexuellen Übergriffe auf Frauen in der Kölner Silvesternacht 2015/16 und der islamistische Anschlag in Nizza mit mehr als 80 Toten 2016 hĂ€tten ihn aber "ungeheuer aufgewĂŒhlt". Das alles habe er auf LĂŒbcke projiziert und ihm die Mitschuld gegeben an einer aus den Fugen geratenen Welt. E. habe lange geschwankt und gezögert - bis im Dezember 2018 zwei junge skandinavische Touristinnen in Marokko von Islamisten getötet wurden. Das habe den letzten Ausschlag gegeben.

Die drei Medien zitierten weiter aus dem GestĂ€ndnis, E. habe LĂŒbcke wortlos getötet. Inzwischen tue es ihm "unendlich leid", niemand solle fĂŒr seine Worte sterben mĂŒssen. Dem Bericht zufolge klagt E. ĂŒber Depressionen, er sei in der U-Haft auf die Krankenabteilung verlegt worden. In einem Gerichtsverfahren vor mehr als 20 Jahren sei ihm schon einmal eine psychische Erkrankung diagnostiziert worden, hieß es.

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