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Zahlen des Innenministeriums: Deutlicher Anstieg homophober Gewalttaten

Zahlen des Innenministeriums  

Deutlicher Anstieg homophober Gewalttaten

26.09.2019, 14:50 Uhr | dpa

Zahlen des Innenministeriums: Deutlicher Anstieg homophober Gewalttaten. Das Innenministerium hat zuletzt deutlich mehr unter anderem homophobe Gewalttaten registriert.

Das Innenministerium hat zuletzt deutlich mehr unter anderem homophobe Gewalttaten registriert. Foto: Paul Zinken/Archiv. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Die Zahl der Gewalttaten gegen Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen (LSBTI) ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Das zeigt eine Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag.

Demnach wurden im Jahr 2013 vom Bundeskriminalamt 50 Gewalttaten gezählt. Im vergangenen Jahr waren es 97 und im ersten Halbjahr 2019 bereits 58 Angriffe.

Die Bundesregierung müsse die Situation sehr ernst nehmen und das Thema auf die nächste Tagesordnung der Innenministerkonferenz setzen, forderte die Linken-Abgeordnete Doris Achelwilm am Donnerstag. "Die Zunahme von Gewalt kommt nicht von ungefähr (...) Sie resultiert wesentlich aus einem gesellschaftlichen Klima, das Minderheiten in neuer Qualität unter Druck setzt und bedroht."

Eine Anfrage der Grünen an die Bundesregierung hatte kürzlich ähnliche Ergebnisse ergeben. Demnach gab es im laufenden Jahr einen deutlichen Anstieg von Sachbeschädigungen mit homophobem oder transfeindlichem Hintergrund. Der Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD), Helmut Metzner, sagte laut einer Mitteilung des Verbands vom Donnerstag, die in der Statistik aufgeführten Fälle gäben wegen unzureichender Erfassungsmethoden nur einen Bruchteil der realen Hasskriminalität wieder. "Es müssen endlich effektive Maßnahmen für Prävention, Erfassung und Strafverfolgung auf den Weg gebracht werden. Opferhilfe-Einrichtungen müssen ausreichend unterstützt werden."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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