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Fast jeder 4. steuerpflichtig: Mehr als 50.000 Rentner müssen 2020 erstmals Steuern zahlen

Fast jeder 4. steuerpflichtig  

Mehr als 50.000 Rentner müssen 2020 erstmals Steuern zahlen

27.11.2019, 17:03 Uhr | dpa

Fast jeder 4. steuerpflichtig: Mehr als 50.000 Rentner müssen 2020 erstmals Steuern zahlen. Fast jeder vierte Rentner wird 2020 in Deutschland steuerpflichtig sein. (Quelle: dpa/Ralf Hirschberger/zb)

Fast jeder vierte Rentner wird 2020 in Deutschland steuerpflichtig sein. Foto: Ralf Hirschberger/zb/dpa. (Quelle: Ralf Hirschberger/zb/dpa)

Berlin (dpa) - Durch die Rentenerhöhung im kommenden Juli müssen voraussichtlich rund 51.000 Rentnerinnen und Rentner erstmals Steuern zahlen. Demnach werden 2020 insgesamt rund 5,12 Millionen Senioren steuerpflichtig sein - fast jeder vierte Rentner.

Das geht aus der Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage des Linken-Rentenexperten Matthias W. Birkwald hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtete zuerst darüber. 

Nach einer vorläufigen offiziellen Prognose könnten die Renten zum 1. Juli 2020 in Westdeutschland um 3,15 Prozent und in Ostdeutschland um 3,92 Prozent steigen. Fällig wird die Steuer, wenn die Gesamteinkünfte eines Rentners über dem Grundfreibetrag (2020: 9408 Euro) liegen.

Die Zahl der steuerpflichtigen Rentner steigt kontinuierlich. Bis 2005 galt bei der Einkommensteuer ein Freibetrag von 50 Prozent der Rente. Seitdem steigt die Besteuerungsanteil der Rente um zunächst jährlich zwei Prozentpunkte. Bis zu diesem Jahr sank der Freibetrag auf 22 Prozent. Wer 2040 in Rente gehen wird, muss dann auf seine gesamten Renteneinkünfte Steuern zahlen. Im Gegenzug können seit 2005 Rentenbeiträge mehr und mehr vom steuerpflichtigen Einkommen abgezogen werden. Bis 2025 werden die Beiträge für den Aufbau der Altersversorgung steuerfrei sein.

Birkwald forderte unter anderem die Anhebung des Grundfreibetrags auf 12.600 Euro. "Niedrige Renten müssen steuerfrei bleiben", sagte er. 

Deutschlands Altersvorsorge als Vergleich

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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