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Wahl-Eklat in Thüringen: Bundes-CDU reagiert erleichtert Mohring-Rückzug

Nach Wahl-Eklat  

Bundes-CDU reagiert erleichtert auf Rückzug von Mike Mohring

14.02.2020, 16:50 Uhr | AFP, dpa

Wahl-Eklat in Thüringen: Bundes-CDU reagiert erleichtert Mohring-Rückzug. Mike Mohring: Der Thüringer Landes- und Fraktionschef der CDU zieht sich zurück. (Quelle: dpa/Michael Kappeler)

Mike Mohring: Der Thüringer Landes- und Fraktionschef der CDU zieht sich zurück. (Quelle: Michael Kappeler/dpa)

Er galt in seiner Partei schon vor dem Wahl-Eklat als umstritten – nun zieht sich der Thüringer CDU-Chef zurück. Die Bundespartei sieht jetzt den Weg frei für einen Neustart in Erfurt.

Die Bundes-CDU hat erleichtert auf den angekündigten Rückzug des thüringischen CDU-Chefs Mike Mohring reagiert. "Respekt für die Entscheidung von Mike Mohring. Das ebnet den Weg für einen Neustart in der Thüringer CDU", erklärte die stellvertretende CDU-Bundeschefin Silvia Breher in Berlin. Mohring hatte zuvor in einem Video auf Twitter mitgeteilt, er wolle dem Landesvorstand einen vorgezogenen Parteitag mit Neuwahlen vorschlagen, bei denen er nicht erneut kandidieren werde.

"Ich möchte unserem CDU-Landesvorstand vorschlagen, den geplanten Landesparteitag mit turnusmäßigen Wahlen zum Landesvorstand vorzuziehen und dort eine personelle und inhaltliche Aufstellung für die Zukunft zu besprechen", schrieb er auf Twitter. Die Partei brauche eine Befriedung und müsse zu einem gemeinsamen Weg finden. Er wolle so seinen Beitrag dazu leisten und einer Neuaufstellung seiner Partei nicht im Wege stehen.

Mohring ist seit 2014 CDU-Landesparteichef

Zuvor hatte Mohring schon angekündigt, spätestens im Mai den Vorsitz der CDU-Landtagsfraktion abgeben zu wollen. Fraktionsmitglieder wollen trotzdem, dass er schon nächste Woche die Vertrauensfrage stellt. Mohring ist seit 2014 CDU-Landesparteichef. Die CDU-Fraktion im Thüringer Landtag führt er seit zwölf Jahren.

Mohring war zuletzt nach der Wahl des Thüringer Ministerpräsidenten Thomas Kemmerich unter massiven Druck geraten. Der FDP-Politiker war in der vergangenen Woche mit den Stimmen von CDU und AfD ins Amt gehoben worden. Die Spitze der Bundespartei wertete das als Verstoß gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss, der eine Zusammenarbeit zwischen CDU und AfD verbietet. Der Eklat löste ein politisches Beben in Deutschland aus.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa, AFP

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