Sie sind hier: Home > Politik > Deutschland >

Wegen der Corona-Krise: Bundeswehr will selbst Desinfektionsmittel herstellen

Corona-Krise  

Bericht: Bundeswehr will selbst Desinfektionsmittel herstellen

02.04.2020, 19:59 Uhr | dpa

 (Quelle: AFP)
Bundeswehr wappnet sich im Kampf gegen Covid-19

Die Bundeswehr beteiligt sich am Kampf gegen das neuartige Coronavirus: Sie bevorratet und verteilt Sanitätsmaterial dank ihrer Bundeswehrapotheke in Blankenburg im Harz. (Quelle: AFP)

Krisen-Vorrat im Harz: So lagert die Bundeswehr Sanitätsmaterial, gewinnt Sauerstoff und setzt Beatmungsgeräte instand. (Quelle: AFP)


Um gegen Engpässe in der Versorgung durch die Corona-Krise vorzugehen, will die Bundeswehr offenbar selbst Desinfektionsmittel herstellen. Entsprechende Maßnahmen würden derzeit getroffen. 

Wegen der Corona-Pandemie und Engpässen in der Versorgung will die Bundeswehr eigene Desinfektionsmittel herstellen. "Grundsätzlich werden durch die Bundeswehrapotheken keine Desinfektionsmittel hergestellt. Aufgrund der besonderen Situation in der Bekämpfung des Coronavirus werden derzeit Maßnahmen getroffen, diese Herstellungskapazitäten zu ermöglichen", zitiert die "Welt" eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums.

Produktion medizinischer Produkte seit 2012 eingeschränkt 

Die Großproduktion medizinischer Produkte durch die Streitkräfte war nach einem kritischen Prüfbericht des Bundesrechnungshofes aus dem Jahr 2012 deutlich eingeschränkt und auf den Standort der Bundeswehrkrankenhaus-Apotheke in Ulm konzentriert worden. Die Rechnungsprüfer hatten die Herstellung von pharmazeutischen Produkten durch die Streitkräfte als zu teuer bewertet und den Einkauf auf dem freien Markt empfohlen.

Der Inspekteur des Sanitätsdienstes, Generaloberstarzt Ulrich Baumgärtner twitterte als Reaktion auf den Bericht am Donnerstag: "Was schwierig ist, da die Fähigkeit zur Eigenproduktion von Medikamenten und Medizinprodukten, die der Sanitätsdienst früher hatte – jetzt erkennt man, warum! – aus wirtschaftlichen Gründen aufgegeben werden musste."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa 

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

baurtchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal