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Grüne: Katrin Göring-Eckardt fordert Recht auf Homeoffice – auch nach Corona

Mobiles Arbeiten  

Grüne fordern Recht auf Homeoffice – auch nach Corona-Krise

18.04.2020, 14:19 Uhr | AFP

Grüne: Katrin Göring-Eckardt fordert Recht auf Homeoffice – auch nach Corona. Katrin Göring-Eckardt: Die Fraktionsvorsitzende der Grünen will mobiles Arbeiten auch nach der Corona-Krise etablieren. (Quelle: imago images/Christian Spicker)

Katrin Göring-Eckardt: Die Fraktionsvorsitzende der Grünen will mobiles Arbeiten auch nach der Corona-Krise etablieren. (Quelle: Christian Spicker/imago images)

Wegen der Coronavirus-Pandemie arbeiten viele Menschen derzeit zu Hause. Das wollen die Grünen auch beibehalten, wenn die Zeit der Kontaktsperren vorbei ist. Doch sie sehen ein großes Hindernis für ihren Plan.

Die Grünen im Bundestag sehen in der derzeit weit verbreiteten Heimarbeit eine langfristige Chance und fordern einen Rechtsanspruch auf mobiles Arbeiten. "Viele Menschen merken, dass mobiles Arbeiten viele Vorteile mit sich bringt – mehr Zeitsouveränität und Flexibilität für den Einzelnen", sagte die Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt der Nachrichtenagentur AFP. "Das sollten wir uns dringend auch für die Zeit nach der Corona-Krise bewahren."

In einem Positionspapier zur Digitalisierung fordert die Fraktion den Rechtsanspruch auf freiwilliges mobiles Arbeiten mit Rückkehrrecht an den festen Arbeitsplatz. Für die Ausrüstung eines Heimarbeitsplatzes müssten demnach die Arbeitgeber sorgen. Haushalte, Unternehmen, Behörden und sonstige Einrichtungen sollen nach dem Wunsch der Grünen-Fraktion den Rechtsanspruch auf einen schnellen Breitband-Internetanschluss haben. Dass Dienstreisen durch Videokonferenzen ersetzt werden, sei auch ein ökologischer Vorteil.

"Gravierender Nachholbedarf" besteht aus Sicht der Grünen-Fraktion in Behörden, wo digitales Arbeiten trotz geeigneter Aufgaben technisch nur bedingt möglich sei. "Gerade unsere öffentliche Verwaltung und Justiz liegen in der Digitalisierung meilenweit zurück", sagte Göring-Eckardt. Hier brauche es einen "Bund-Länder-Pakt Digitales" und einen Investitionsschub für die elektronische Aktenführung. Die parlamentarischen Voraussetzungen seien hier schon lange geschaffen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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