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Merkel formuliert offenbar Plan für weitere Lockerungen

Von dpa, blu

Aktualisiert am 05.05.2020Lesedauer: 2 Min.
Kanzlerin Merkel: Laut eines Medienberichts plant Merkel eine Obergrenze für Neuinfektionen mit dem Coronavirus – sollten diese eine bestimmte Grenze überschreiten, könnten regional wieder härtere Maßnahmen eingeführt werden.
Kanzlerin Merkel: Laut eines Medienberichts plant Merkel eine Obergrenze für Neuinfektionen mit dem Coronavirus – sollten diese eine bestimmte Grenze überschreiten, könnten regional wieder härtere Maßnahmen eingeführt werden. (Quelle: Kay Nietfeld/ap-bilder)
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Laut Agenturbericht plant die Regierung eine Obergrenze für Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Zudem hat Kanzlerin Merkel wohl regionale Lockerungen im Blick.

Der Kampf gegen die Corona-Pandemie hat sich nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in den vergangenen Tagen sehr gut entwickelt. Deshalb könne man nun über weitere Lockerungen sprechen, sagte Merkel am Dienstag in der Sitzung der Unionsfraktion, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Die Debatte über Öffnungen habe eine große Eigendynamik bekommen.

Merkel machte demnach deutlich: Wenn sich in einer Region ein Infektionsgeschehen zeige, seien dort lokal Maßnahmen zu ergreifen, damit nicht wieder das ganze Bundesgebiet in Mitleidenschaft gezogen werde. Das sei auch vor dem Hintergrund wichtig, dass demnächst Lockerungen bei den Hotels und Gaststätten anstünden. Denn dann komme es wieder zu Reisen in Deutschland und die Gefahr von neuen Infektionengeschehen nehme zu.

Wichtig seien weiterhin ausreichend Intensivbetten

Wichtig sei deshalb unter anderem, dass die Kontaktverfolgung weiterhin funktioniere und ausreichend Intensivbetten zur Verfügung stünden. Es gebe verständlicherweise eine sehr große Ungeduld bei den Lockerungen. Besonders sensibel sei das bei den Schulöffnungen, in der Gastronomie und bei den Hotels. Man sei weiterhin in einer fragilen Situation.

Bereits zuvor hat Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) bei einer Telefon-Schalte mit den Chefs der Staatskanzleien der Bundesländer die nächste Runde der Lockerungen besprochen. Laut "Bild"-Zeitung forderte Braun am Dienstag, wenn ein Landkreis innerhalb von sieben Tagen mehr als 50 Neu-Infektionen auf 100 000 Einwohner zu verzeichnen habe, die nicht an einem Ort wie einem Altenheim aufträten, müsse der Landkreis zu den Beschränkungen zurückkehren, die am 20. April in Kraft waren.

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Bund und Länder beraten am Mittwoch erneut über mögliche Lockerungen

Ein Sprecher der Bundesregierung sagte "Bild.de", dass die "vertraulichen Besprechungen" des Kanzleramts-Chefs mit den Chefs der Staatskanzleien über weitere Maßnahmen in der Corona-Krise weiter andauerten. Die Beschlüsse dazu würden "in der Besprechung der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten gefasst".

Am Mittwoch sprechen Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder erneut über mögliche Lockerungen der strengen Auflagen für Schulen, Kitas und Sport.

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