Sie sind hier: Home > Politik > Deutschland >

Christine Lambrecht will härtere Strafen für sexualisierte Gewalt an Kindern

"Schlimmste Misshandlungen"  

Härtere Strafen für sexualisierte Gewalt an Kindern geplant

01.07.2020, 11:23 Uhr | AFP

Christine Lambrecht will härtere Strafen für sexualisierte Gewalt an Kindern. Christine Lambrecht, Bundesministerin der Justiz, fordert härtere Strafen im Fall von sexualisierter Gewalt an Kindern.  (Quelle: imago images/Christian Spicker)

Christine Lambrecht, Bundesministerin der Justiz, fordert härtere Strafen im Fall von sexualisierter Gewalt an Kindern. (Quelle: Christian Spicker/imago images)

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht fordert verschärfte Strafen für sexualisierte Gewalt an Kindern und den Besitz von Kinderpornos. Auch eine Begriffsänderung soll es geben.

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht will sexualisierte Gewalt an Kindern und den Besitz von Kinderpornos mit mindestens einem Jahr Haft bestrafen. "Die Strafzumessung muss den furchtbaren Auswirkungen solcher Taten auf die Kinder Rechnung tragen", sagte Lambrecht der "Bild"-Zeitung im Vorfeld der Vorstellung ihres Reformpakets am Mittwoch.

"Mitschuldig an schlimmsten Misshandlungen von Kindern"

Deshalb sei eine Anhebung der Mindeststrafe sinnvoll und nötig. Aktuell liegt diese bei sexualisierter Gewalt an Kindern bei sechs Monaten und dem Kinderporno-Besitz bei drei Monaten. "Wer solche Videos besitzt, macht sich mitschuldig an schlimmsten Misshandlungen von Kindern", begründete die Ministerin die geplante Strafverschärfung auch beim Besitz von Kinderpornografie. "Dort wird nicht geschauspielert, die Vergewaltigungen und widerlichsten sexuellen Übergriffe an Minderjährigen sind real."

Verfahrenseinstellung nicht mehr möglich

Zudem werde "auch die Einstellung von Verfahren nicht mehr möglich sein, wenn diese Taten als Verbrechen eingestuft sind", sagte Lambrecht weiter. Sie kündigte auch an, den Begriff "Kindesmissbrauch" im Strafrecht abzuschaffen. "Das klingt, als gebe es auch einen legalen 'Gebrauch' von Kindern", sagte sie und schlug vor, den Begriff durch "sexualisierte Gewalt" zu ersetzen.

Am Vormittag will Lambrecht ihre Pläne vorstellen. Sie hatte sich zuvor noch gegen Forderungen aus der Union nach Strafverschärfungen gestellt. Anfang Juni änderte sie jedoch ihre Meinung. Die Debatte hatte wegen des Bekanntwerdens mehrerer Komplexe sexualisierter Gewalt an Kindern und Kinderpornografie Fahrt aufgenommen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal