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Corona – RKI: Auch trotz Impfstoff weiterhin Maskentragen beibehalten


Plan für den Winter
Strategiepapier des RKI: trotz Impfstoff keine Normalität

Von dpa
Aktualisiert am 13.10.2020Lesedauer: 2 Min.
Prof. Dr. Lothar H. Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts: Auch nach einer Einführung eines Impfstoffes sieht er Hygiene-Maßnahmen als notwendig an.Vergrößern des BildesProf. Dr. Lothar H. Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts: Auch nach einer Einführung eines Impfstoffes sieht er Hygiene-Maßnahmen als notwendig an. (Quelle: Jürgen Heinrich/imago-images-bilder)
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Das Robert Koch-Institut hat erneut ein Strategiepapier veröffentlicht. Darin erklären die Experten, auf was es bei der Corona-Pandemie im Winter ankommt. Auch ein Impfstoff wird daran nichts ändern.

Der Alltag in Deutschland muss nach Ansicht des Robert Koch-Instituts auch mit Einführung eines Corona-Impfstoffs zunächst eingeschränkt bleiben – einschließlich Maskentragen und Einhalten von Abstandsgeboten. Darauf weist das RKI in einem am Dienstag veröffentlichten Strategiepapier hin. Demnach werden zwar voraussichtlich im kommenden Jahr ein oder mehrere Impfstoffe zur Verfügung stehen – und die Bekämpfung des Coronavirus entscheidend verbessern.

Allerdings dürfte es ein solches Mittel zu Beginn nur in begrenzten Mengen geben und insbesondere Risikogruppen zugute kommen. Deshalb seien weiterhin "gewisse Modifikationen des Miteinander-Seins" wichtig. Darunter versteht das RKI unter anderem Abstandhalten, Hygieneregeln beachten, Maske tragen, Lüften sowie die Verlegung von Freizeitaktivitäten möglichst nach draußen.

Gesellschaftliches und wirtschaftliches Leben soll weiterbestehen

Vor zwei Monaten wurde bereits ein ähnliches Papier veröffentlicht, in dem eine frühere Verfügbarkeit eines Impfstoffs für möglich gehalten worden war. Diese Aussagen hatte das RKI wenige Stunden später zurückgenommen, weil es sich um veraltete Informationen gehandelt habe.

In dem jetzt vorgelegten Dokument formuliert das RKI strategische Ziele: Im Vordergrund stehe, die Ausbreitung sowie die gesundheitlichen Auswirkungen der Pandemie zu minimieren, während das gesamtgesellschaftliche und wirtschaftliche Leben möglichst wenig beeinträchtigt werden soll. "Wir brauchen im Umgang mit Covid-19 in den nächsten Wochen und Monaten zeitlich und regional beschränkte Maßnahmen, die an das jeweilige Risiko angepasst werden", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler. Eine Überlastung des Gesundheitssystems, Spätfolgen der Erkrankung und Todesfälle sollten so weit wie möglich vermieden werden, heißt es in dem Papier.

Im Fokus bleiben Schulen, Kitas und Reisen

Das RKI beschäftigt sich auch mit Schulen und Kitas: Bisherige Erkenntnisse zeigten klar, dass "Bildungseinrichtungen einer der Orte sind, die eine Rolle im Infektionsgeschehen haben". Dennoch sei es wichtig, sie durch Einhalten von Hygienekonzepten weiter offenzuhalten.

Mit Blick auf Reisen schreibt das RKI: "Erhöhte Mobilität (berufliche oder private Reisetätigkeit) bedeutet erweitertes Risiko." Allerdings hänge das Risiko nicht primär vom Ort der Reise ab, sondern wesentlich vom Verhalten des Einzelnen in einem Gebiet mit Virusübertragungen.

Das RKI spricht sich dafür aus, insbesondere Risikogruppen breit auf Influenza und Pneumokokken zu impfen. "Für die Pandemiekontrolle der kommenden Monate spielen Impfstoffe gegen andere Atemwegserkrankungen vor allem in der kalten Jahreszeit eine entscheidende Rolle." Dadurch könnten Menschen geschützt und das Gesundheitssystem entlastet werden.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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