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Mehr rechtsextremistische Gefährder in Deutschland

Bericht des BKA  

Zahl der rechtsextremistischen Gefährder gestiegen

31.10.2020, 11:44 Uhr | AFP

Mehr rechtsextremistische Gefährder in Deutschland. Polizist neben einer Deutschlandflagge: Die Zahl der rechtsextremistischen Gefährder ist zuletzt angestiegen. (Symbolbild) (Quelle: imago images/Future Image)

Polizist neben einer Deutschlandflagge: Die Zahl der rechtsextremistischen Gefährder ist zuletzt angestiegen. (Symbolbild) (Quelle: Future Image/imago images)

Das Bundeskriminalamt zählt mehr rechtsextremistische Gefährder in Deutschland. In zwei Jahren habe sich die Zahl verdoppelt, heißt es in einem neuen Bericht des BKA.

Die Zahl der rechtsextremistischen Gefährder in Deutschland ist erneut gestiegen. Eine Sprecherin des Bundeskriminalamtes (BKA) gab sie am Freitag gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) mit "rund 70" an. Zuletzt hatte sie noch bei 65 gelegen. Die Zahl der islamistischen Gefährder bezifferte die Sprecherin mit 620; im Januar 2018 hatte sie offiziell 730 betragen.

BKA: Man muss "weiterhin genau schauen"

BKA-Präsident Holger Münch hatte Mitte September in einem Interview mit dem RND erklärt, man müsse sich angesichts der rechtsterroristischen Anschläge von Kassel, Halle und Hanau "bei dem uns bekannten Personenpotenzial weiterhin sehr genau anschauen, wer die Schwelle zur relevanten Person oder zum Gefährder erreicht". Dem gehe man im Gemeinsamen Extremismus- und Terrorismusabwehrzentrum (GETZ) in Köln nach – mit der Folge, dass sich die Zahl der rechtsextremistischen Gefährder in den letzten eineinhalb Jahren mehr als verdoppelt habe.

Sie werde im Zuge "der aufwändigen Ermittlungsverfahren, die wir unter anderem im BKA führen und verstärkt führen werden, voraussichtlich weiter steigen", fügte Münch hinzu. Dabei entwickle seine Behörde das für den Bereich des islamistischen Terrorismus und Extremismus entwickelte Analysesystem "Radar" so weiter, dass es auch im rechten Spektrum erfolgreich eingesetzt werden könne.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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