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Terroranschlag in Wien: Horst Seehofer sieht Verbindungen nach Deutschland

Nach Seehofer-Angaben  

Wien-Attentäter hatte Verbindung nach Deutschland

05.11.2020, 17:56 Uhr | dpa

Seehofer: "Mit Anschlägen muss auch bei uns gerechnet werden"

Horst Seehofer hat nach dem islamistischen Anschlag von Wien vor Aktionismus gewarnt. Es komme vielmehr darauf an, das geltende Recht konsequent anzuwenden, sagte er am Donnerstag im Bundestag. Auch in Deutschland sei die Gefährdungslage hoch, sagte der Bundesinnenminister. (Quelle: Reuters)

"Mit Anschlägen muss auch bei uns gerechnet werden": Nach dem Anschlag in Wien äußerte sich Seehofer am Donnerstag im Bundestag zur Terrorgefahr in Deutschland. (Quelle: Reuters)


Innenminister Horst Seehofer hält nach der Terrorattacke von Wien Gewalttaten auch in Deutschland für möglich: "Mit Anschlägen muss auch bei uns jederzeit gerechnet werden."

Bei dem islamistischen Anschlag in Wien gibt es nach Angaben von Innenminister Horst Seehofer Verbindungen in die Bundesrepublik. "Wir haben ja durch den Fall in Wien auch Bezüge nach Deutschland hin zu Gefährdern", sagte der CSU-Politiker im Bundestag ohne konkrete Details zu nennen. Als Gefährder bezeichnen die Sicherheitsbehörden Menschen, denen sie politisch motivierte Gewalttaten bis hin zum Terroranschlag zutrauen.

Seehofer warnte jedoch auch vor Aktionismus. "Ich werbe dafür, mit Schnellschüssen immer zurückhaltend zu sein." Es komme vielmehr darauf an, das geltende Recht konsequent anzuwenden, sagte er auch mit Blick auf vorhergehende Anschläge in Frankreich und Deutschland. Hierzulande habe es im laufenden Jahr bereits drei islamistische Anschläge gegeben.

Seehofer fordert internationale Zusammenarbeit

"Die Gefährdungslage bei uns im Lande ist hoch", sagte Seehofer. "Mit Anschlägen muss auch bei uns jederzeit gerechnet werden."

Innenminister Horst Seehofer bei seiner Rede im Bundestag: Er glaubt, dass "mit Anschlägen auch bei uns jederzeit gerechnet werden muss". (Quelle: dpa/Fabian Sommer)Innenminister Horst Seehofer bei seiner Rede im Bundestag: Er glaubt, dass "mit Anschlägen auch bei uns jederzeit gerechnet werden muss". (Quelle: Fabian Sommer/dpa)

Im Kampf gegen den Terrorismus brauche es Zusammenarbeit in Europa und international, forderte Seehofer. Das Thema solle auch eine zentrale Rolle spielen beim Treffen der EU-Innenminister am 13. November.

Es sei jedoch zu kurz gesprungen zu meinen, Extremisten lasse sich allein mit Abschiebungen beikommen, betonte der Minister. Ein großer Teil der aktuell 615 islamistischen Gefährder hierzulande sei entweder deutscher Staatsbürger oder Doppelstaatler.

"Hoher Vernetzungsgrad in der europäischen Islamismusszene"

Seehofer betonte auch: "Unser Kampf gegen Terrorismus richtet sich nicht gegen den Islam sondern gegen fanatischen und gewalttätigen Extremismus."

Ein Sprecher des Innenministeriums erklärte zur Lage in Wien, die deutschen und österreichischen Sicherheitsbehörden stünden traditionell in engem Austausch. Das gelte besonders nach Ereignissen wie nun in Wien. "Es gibt in der europäischen Islamismusszene einen hohen Vernetzungsgrad, über Landesgrenzen hinaus, so dass wir auch im vorliegenden Fall von entsprechenden Kontakten ausgehen können", sagte der Sprecher. "Diese zu bewerten und auf Relevanz zu überprüfen ist nunmehr eine Kernaufgabe der deutschen Sicherheitsbehörden."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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