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Corona: Horst Seehofer will Friseursalons wieder öffnen lassen

Hygienekonzepte statt "Schwarzmarkt"  

Seehofer will Friseursalons wieder öffnen

05.02.2021, 18:08 Uhr | AFP

Corona: Horst Seehofer will Friseursalons wieder öffnen lassen. Bundesinnenminister Horst Seehofer: Er kritisiert, es gäbe noch kein einziges Pandemie-Konzept der Länder. (Quelle: imago images/Christian Spicker)

Bundesinnenminister Horst Seehofer: Er kritisiert, es gäbe noch kein einziges Pandemie-Konzept der Länder. (Quelle: Christian Spicker/imago images)

Bundesinnenminister Horst Seehofer will Friseursalons unter strengen Hygiene-Maßnahmen öffnen lassen. Auch für Schulen wünscht er sich das. Bislang kenne er jedoch "kein einziges" überzeugendes Konzept der Länder.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat sich dafür ausgesprochen, Friseursalons so bald wie möglich wieder zu öffnen. "Ich bin in der aktuellen Situation ganz klar für eine Verlängerung der Corona-Schutzmaßnahmen", zitierte das Magazin "Spiegel" Seehofer am Freitag. "Wir sollten aber diejenigen Maßnahmen zurücknehmen, die ganz offensichtlich keine Schutzwirkung entfalten." Bei den Friseuren habe sich "regelrecht ein Schwarzmarkt" entwickelt, mehr und mehr Leute würden sich auf anderen Wegen und ohne Hygienekonzepte die Haare schneiden lassen.

Seehofer drängt auf Pandemie-Konzept

Das sei viel gefährlicher, als Friseurläden mit einem strengen Hygienekonzept die Öffnung zu erlauben, zeigte sich Seehofer überzeugt. Wichtig sei "die hochsensiblen Bereiche wie Krankenhäuser oder Alten- und Pflegeheime strikt zu schützen. "Hier darf es keine Kompromisse geben." Schulen sollten geschlossen bleiben, bis ein überzeugendes Pandemie-Konzept vorliege. "Leider kenne ich aus den Ländern bislang noch kein einziges", kritisierte Seehofer. Dabei sei das dringend nötig und längst überfällig.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) berät am Mittwoch mit den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. Der derzeitige harte Lockdown ist vorerst bis zum 14. Februar befristet. Ob er verlängert wird oder es zu ersten Lockerungen kommt, ist unklar. Die Corona-Infektionszahlen gehen zwar zurück, zugleich besteht große Furcht vor der Ausbreitung hochansteckender Virus-Varianten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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