Sie sind hier: Home > Politik > Deutschland >

Corona-Impfung bei Kindern: Kinderärzte widersprechen Lauterbach

"Abwarten auf neue Erkenntnisse"  

Kinderärzte widersprechen Lauterbach bei Kinder-Impfung

29.06.2021, 07:03 Uhr | AFP

Corona-Impfung bei Kindern: Kinderärzte widersprechen Lauterbach. Impfung bei einem Jungen: Die Stiko empfiehlt die Corona-Impfung für 12- bis 17-Jährige mit Vorerkrankungen. (Quelle: imago images/Joker)

Impfung bei einem Jungen: Die Stiko empfiehlt die Corona-Impfung für 12- bis 17-Jährige mit Vorerkrankungen. (Quelle: Joker/imago images)

Sollte die Ständige Impfkommission die Empfehlung für Kinder-Impfungen erneuern? Kinderärzte halten dagegen, nachdem Gesundheitsexperte Lauterbach eine entsprechende Forderung gestellt hat.

Kinder- und Jugendärzte haben sich in der Debatte um Risiken durch die Delta-Variante für Kinder hinter die Beurteilung der Ständigen Impfkommission (Stiko) gestellt. "Diese hat prinzipiell die Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren nur bei bestimmten Vorerkrankungen empfohlen", sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, Jörg Dötsch, der "Rheinischen Post" (Dienstagsausgabe).


"Daran ändert nach aktuellem Wissensstand auch die Delta-Variante nichts", sagte der Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin an der Uniklinik Köln der Zeitung. Es bestehe allerdings jederzeit die Möglichkeit für die Familien, gemeinsam mit ihrem Kinderarzt individuell zu einer Entscheidung für oder gegen die Impfung zu kommen, sagte Dötsch.

Lauterbach fordert neue Empfehlung der Stiko

"Ich schätze die Gesundheitsrisiken durch eine Corona-Infektion für Kinder und Jugendliche derzeit als so gering ein, dass auch Abwarten auf neue Erkenntnisse zur Impfung eine Option für zögerliche Menschen sein kann", sagte er. Die Sterblichkeitsrate und Erkrankungsschwere von Kindern und Jugendlichen nach einer Corona-Infektion seien ähnlich niedrig wie bei der saisonalen Grippe. Bislang gebe es keine Hinweise darauf, dass die Delta-Variante das ändere.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hatte zuvor die Stiko angesichts der starken Ausbreitung der Delta-Variante in vielen Ländern aufgefordert, ihre eingeschränkte Empfehlung für die Corona-Impfung von Kindern zu überdenken. Der Epidemiologe warnte, dass die Durchseuchung der Kinder mit der Delta-Variante zu riskant sei. Die Stiko hat bisher keine generelle Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren ausgesprochen. Sie empfiehlt Impfungen nur für Zwölf- bis 17-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen wie Adipositas, Diabetes und chronischen Lungenerkrankungen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Media Markttchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: