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Impfungen für Kinder: Wolfgang Schäuble drängt Impfkommission zu Kurswechsel


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Schäuble will Impfungen für Kinder und Jugendliche

Von dpa
Aktualisiert am 30.07.2021Lesedauer: 2 Min.
Wolfgang Schäuble bei der Bundestagssitzung im Juni (Archivbild). Der CDU-Politiker wünscht sich eine Impfung von Kindern ab 12 Jahren.
Wolfgang Schäuble bei der Bundestagssitzung im Juni (Archivbild). Der CDU-Politiker wünscht sich eine Impfung von Kindern ab 12 Jahren. (Quelle: imago-images-bilder)
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Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble wünscht sich eine Corona-Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren. Er denkt dabei auch an seine eigenen Enkel.

Ein weiterer Spitzenpolitiker spricht sich für Impfungen von Kindern ab 12 Jahren aus. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble sieht kein Problem darin, die in der EU für Kinder zugelassenen Impfstoffe zu nutzen.

"Wenn die europäische Zulassungsbehörde zwei Corona-Impfstoffe für sicher und wirksam auch für Kinder ab 12 Jahren erklärt, spricht aus meiner Sicht sehr viel dafür, die Vakzine auch für diese Gruppe breit zu nutzen", sagte der CDU-Politiker im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). "Es steht dem Bundestagspräsidenten nicht an, die Ständige Impfkommission zu kritisieren. Allerdings darf ich sie an ihre Verantwortung erinnern." Die Corona-Risiken seien auch für Kinder um ein Vielfaches höher als die einer Impfung. Er wünsche sich persönlich als Großvater, dass seine Enkel möglichst bald geimpft werden könnten.

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Stiko hält sich noch zurück

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte im Mai den Covid-19-Impfstoff von Biontech/Pfizer für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren zugelassen, vor wenigen Tagen folgte auch die Freigabe für Moderna. Für Deutschland empfiehlt die Stiko die Impfung bisher jedoch nur Kindern und Jugendlichen mit bestimmten Vorerkrankungen, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf haben. Als Gründe nannte die Stiko noch fehlende Daten zur Sicherheit des Impfstoffs.

Zahlreiche Politiker hatten die Kommission in den vergangenen Wochen für ihr Vorgehen kritisiert. Die Stiko setzt sich zunehmend dagegen zur Wehr, zuletzt nach einer Kritik von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. "Die aktuellen Aussagen von Herrn Söder und anderen Politikern zur Stiko und zu deren Arbeit sind auch unter Berücksichtigung der Wahlkampfzeit ungewöhnlich und müssen korrigiert werden", teilte das unabhängige Gremium um den Virologen Thomas Mertens mit. Ziel der Stiko sei das Erarbeiten der bestmöglichen Impfempfehlung für einzelne Menschen und für die Gemeinschaft.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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