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Innenminister einigen sich auf neue Waffenamnestie

Spätestens 2025  

Innenminister einigen sich auf neue Waffenamnestie

03.12.2021, 15:30 Uhr | dpa

Innenminister einigen sich auf neue Waffenamnestie. Ein Jagdgewehr mit geöffneten Patronenlauf (Symbolbild): Bereits 2009 und Ende 2017/Anfang 2018 hatten Bürger die Gelegenheit, illegale Waffen straffrei abzugeben. (Quelle: imago images/Countrypixel)

Ein Jagdgewehr mit geöffneten Patronenlauf (Symbolbild): Bereits 2009 und Ende 2017/Anfang 2018 hatten Bürger die Gelegenheit, illegale Waffen straffrei abzugeben. (Quelle: Countrypixel/imago images)

Gegen Ende der aktuellen Wahlperiode soll es eine Waffenamnestie geben. Darauf einigten sich die Innenminister von Bund und Ländern. Bürger haben dann die Gelegenheit, illegale Waffen straffrei abzugeben.

Die Innenminister von Bund und Ländern befürworten eine neue Amnestie zur straffreien Abgabe von Waffen in den kommenden Jahren. Er sei zuversichtlich, dass auch der Bundestag in der laufenden Legislaturperiode einen entsprechenden Beschluss fassen werde, sagte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) in Stuttgart zum Abschluss der Herbstkonferenz der Minister.

Vorgeschlagen hatte eine solche Amnestie der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (ebenfalls SPD). Da die letzte Amnestie noch nicht lange zurückliege, habe man empfohlen, einen Beschluss erst gegen Ende der aktuellen Wahlperiode umzusetzen, sagte Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU). Das wäre spätestens 2025.

271.000 illegale Waffen zurückgegeben

2009 und Ende 2017/Anfang 2018 hatten Bürger bereits Gelegenheit, illegale Waffen straffrei bei den Waffenbehörden und der Polizei abzugeben. 2009 waren dies bundesweit 200.000 legale und illegale Waffen. Bei der nächsten Aktion kamen 71.000 Waffen zusammen.

Werden erlaubnispflichtige Waffen ohne Registrierung und Berechtigung aufbewahrt, ist schon der Besitz strafbar. Doch nicht immer sind Waffen, die jemand illegal besitzt, auch illegal erworben worden. Ein Beispiel sind Jagdwaffen, die von den Erben in Unkenntnis der Rechtslage nicht ordnungsgemäß gemeldet wurden.

Das Bundesinnenministerium hatte im Februar erklärt, es strebe derzeit keine Waffenamnestie an. So etwas solle die Ausnahme bleiben. Auch Pistorius betonte jetzt: "Man kann das nicht beliebig wiederholen." Ziel solcher Amnestien ist es generell, die Zahl illegaler Waffen zu reduzieren, weil sie eine Gefahr darstellen können.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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