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Hersteller starten klinische Studien zu Omikron-Impfstoff

Von dpa
Aktualisiert am 26.01.2022Lesedauer: 3 Min.
Imfpstoffe bieten laut Biontech nach wie vor einen hohen Schutz vor schweren VerlÀufen durch Omikron.
Imfpstoffe bieten laut Biontech nach wie vor einen hohen Schutz vor schweren VerlÀufen durch Omikron. (Quelle: Lennart Preiss/dpa./dpa)
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Mainz/New York (dpa) - Biontech und Pfizer haben ihre erste klinische Studie zur Untersuchung eines speziell auf die Omikron-Variante zugeschnittenen Corona-Impfstoffs begonnen.

Dabei sollen Sicherheit, VertrĂ€glichkeit und Wirksamkeit des Impfstoffkandidaten geprĂŒft werden, wie die beiden Unternehmen mitteilten. Die Studie soll bis zu 1420 Testpersonen umfassen, die in drei Gruppen unterteilt werden.

Auch der US-Impfstoffhersteller Moderna plant eine solche Studie. Die Injektion des ersten Teilnehmers stehe unmittelbar bevor, sagte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Weitere Details wurden zunÀchst nicht mitgeteilt.

Bei Biontech und Pfizer umfasst die erste Gruppe laut Mitteilung gut 600 Teilnehmer, die zwischen 90 und 180 Tagen vor Beginn der Studie bereit zwei Impfdosen des bisherigen Vakzins erhalten haben und nun eine oder zwei Dosen des Omikron-Impfstoffs erhalten sollen. Die zweite, fast ebenso große Gruppe besteht aus geboosterten Menschen, die eine weitere Dosis des herkömmlichen Impfstoffs oder eine Dosis des Omikron-Vakzins erhalten. Die dritte Gruppe mit gut 200 Probanden setzt sich aus ungeimpften und bislang nicht an Covid-19 erkrankten Menschen zusammen, die dann drei Dosen des Omikron-Vakzins bekommen.

Belieferung bis MĂ€rz geplant

"Die Studie ist Teil unseres wissenschaftlichen Ansatzes zur Entwicklung eines variantenbasierten Impfstoffs, der vor Omikron einen Àhnlichen Schutz bietet, wie wir ihn bei vorherigen Varianten beobachtet haben, der aber gleichzeitig lÀnger anhÀlt", erklÀrte Biontech-Chef Ugur Sahin. Impfstoffe böten nach wie vor einen hohen Schutz vor schweren VerlÀufen durch Omikron.

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Das Mainzer Pharmaunternehmen und sein US-Partner hatten vor rund zwei Wochen bekannt gegeben, dass sie bereits mit der Produktion eines an die Omikron-Variante angepassten Corona-Impfstoffs fĂŒr eine spĂ€tere kommerzielle Nutzung begonnen haben. Biontech hatte erklĂ€rt, dass die beiden Unternehmen "bis MĂ€rz fĂŒr eine Belieferung des Marktes bereit sind, wenn die behördlichen Genehmigungen vorliegen". Pfizer Ă€ußerte die Erwartung, bis Ende MĂ€rz oder Anfang April etwa 50 Millionen bis 100 Millionen Dosen des neuen Impfstoffs vorproduziert zu haben.

Noch offen, ob angepasster Impfstoff notwendig ist

Die EuropĂ€ische Arzneimittelbehörde (EMA) hat bislang noch nicht erklĂ€rt, ob sie einen an Omikron angepassten Impfstoff mit einer anderen Zusammensetzung als bei dem derzeit verwendeten Vakzin fĂŒr notwendig hĂ€lt.

FĂŒr das laufende Jahr gehen Biontech und Pfizer von einer ProduktionskapazitĂ€t von bis zu vier Milliarden Impfstoff-Dosen weltweit aus. "Die erwartete Produktionsmenge wird sich bei einer notwendigen Anpassung des Impfstoffs nicht Ă€ndern", erklĂ€rten die Unternehmen am Dienstag weiter.

Die derzeit verwendeten Coronavirus-Impfstoffe verschiedener Hersteller wurden ursprĂŒnglich gegen den sogenannten Wildtyp von Sars-CoV-2 entwickelt, der Ende 2019 zuerst in China entdeckt worden war. WĂ€hrend die seit dem Jahreswechsel 2020/2021 eingesetzten Mittel auch gegen kursierende Mutanten wie Alpha oder Delta ihre Wirkung zeigten, sieht es bei Omikron anders aus - vor allem, was den Schutz vor Ansteckung betrifft.

Hohe Zahl an Mutationen bei Omikron

Die Omikron-Variante wurde im November aus SĂŒdafrika gemeldet. Laut Robert Koch-Institut (RKI) hat sie eine ungewöhnlich hohe Zahl an Mutationen im sogenannten Spike-Protein, einem Baustein des Virus. Einige der Mutationen sind relevant etwa mit Blick auf die Übertragbarkeit und die FĂ€higkeit, einen schon bestehenden Schutz durch Impfung oder ĂŒberstandene Infektion zu umgehen. Gleichzeitig gehen Experten davon aus, dass die Variante im Mittel mildere KrankheitsverlĂ€ufe verursacht als die davor dominierende Variante Delta.

Der PrĂ€sident der BundesĂ€rztekammer, Klaus Reinhardt, hatte kĂŒrzlich erklĂ€rt, dass auch eine Booster-Impfung nicht verlĂ€sslich vor einer Corona-Infektion schĂŒtze. "Sehr wahrscheinlich bleibt einem aber ein schwerer Krankheitsverlauf mit Krankenhausaufenthalt oder sogar intensivmedizinischer Behandlung erspart", sagte er.

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