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Nach rechtsextremen Aussagen: Bundeswehr suspendiert Soldaten

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Nach rechtsextremen Aussagen  

Bundeswehr suspendiert weiteren Soldaten

12.05.2017, 21:39 Uhr | rtr, rok

Nach rechtsextremen Aussagen: Bundeswehr suspendiert Soldaten. Die Skandale bei der Bundeswehr nehmen kein Ende. (Quelle: dpa)

Die Skandale bei der Bundeswehr nehmen kein Ende. (Quelle: dpa)

Im Zusammenhang mit dem Fall des terrorverdächtigen Soldaten Franco A. hat die Bundeswehr einen Offizier in Augustdorf wegen rechtsextremer Äußerungen vom Dienst suspendiert.

Gegen den Oberleutnant sei ein Uniformtrageverbot verhängt worden, bestätigte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Jens Flosdorff, am Freitag einen Bericht des "Spiegel". Danach soll Ralf G. in seiner Kaserne rechtsextreme Äußerungen getätigt und auch einen Hinweis auf die rechtsextreme Gruppe um den Ende April wegen des Verdachts auf Anschlagsplanungen verhafteten Oberleutnant Franco A. gegeben haben.

In der Kaserne im elsässischen Illkirch gebe es "eine Gruppe gewaltbereiter Offiziere, die Waffen und Munition sammeln, um im Falle eines Bürgerkriegs auf der richtigen Seite zu kämpfen", habe G. laut der Aussage eines Kameraden gesagt. In Illkirch waren auch Franco A. sowie der vor einigen Tagen ebenfalls verhaftete Maximilian T. stationiert.

Bei den Ermittlungen gegen Franco A. entdeckten die Fahnder dem "Spiegel"-Bericht zufolge auch Anleitungen zum Bombenbau. Auf Datenträgern seien das "Mudschaheddin Explosives Handbook" aus den 90er Jahren sowie "Der totale Widerstand" gefunden worden, ein Schweizer Buch aus der Zeit des Kalten Krieges, das sich mit Methoden des Widerstands gegen eines Besatzungsarmee befasse.

Außerdem seien stundenlange Selbstreflexionen Franco A.s entdeckt worden, die nach Einschätzung der Ermittler seine Gewaltbereitschaft belegen. "Gewalt war nicht nur letzte Option, sondern wird durchgehend als probates Mittel beschrieben", zitierte der "Spiegel" aus Ermittlerkreisen. 

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