Sie sind hier: Home > Politik >

Corona-Tests an Flughäfen werden für Reiserückkehrer eingeführt

Gesundheitsminister einig  

Corona-Tests an Flughäfen werden eingeführt

24.07.2020, 19:36 Uhr | AFP, dpa, lw

Am Flughafen Köln/Bonn: Corona-Test für Urlaubsrückkehrer

Die Angst, dass Urlaubsrückkehrer mehr als nur schöne Erinnerungen im Gepäck haben, wird seit den gestiegenen Corona-Zahlen der letzten Tage immer größer. Seit dem Wochenende können sich nun ankommende Fluggäste am Flughafen Köln/Bonn freiwillig auf Corona testen lassen. (Quelle: Reuters)

Corona-Test am Flughafen: In Köln/Bonn können sich Reisende schon jetzt testen lassen – bei vielen kommt das gut an. (Quelle: Reuters)


Reiserückkehrer sollen künftig an Flughäfen die Möglichkeit bekommen, sich auf das Coronavirus testen zu lassen. Gesundheitsminister Spahn rät jedoch auch bei einem negativen Ergebnis zur Vorsicht. 

An den deutschen Flughäfen wird es künftig Corona-Teststellen für Reiserückkehrer aus Risikogebieten geben. Sie sollen sich dort kostenlos auf das Virus testen lassen können, wie die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Freitag nach Beratungen mit ihren Kollegen aus Bund und Ländern in Bonn sagte. Auch für Rückkehrer aus Nichtrisikogebieten sollen Corona-Tests künftig kostenlos sein, allerdings nicht direkt bei der Einreise angeboten werden.

Steigende Fallzahlen durch Rückkehrer

Kalayci bezeichnete das Risiko, dass durch Urlaubsreisen Infektionen nach Deutschland eingeschleppt würden, als "sehr hoch". Einige Bundesländer berichteten bereits von steigenden Fallzahlen, die auf Reiserückkehrer zurückzuführen seien. Die Senatorin verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass bei der Rückkehr aus einem Risikogebiet nach wie vor eine zweiwöchige Quarantäne vorgeschrieben sei. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erklärte, alle Reiserückkehrer könnten sich künftig binnen drei Tagen nach der Einreise testen lassen.

Nicht nur für Flugreisende aus dem Ausland, sondern auch für den grenzüberschreitenden Verkehr mit Schiff, Bus und Bahn werden laut Kalayci Aussteigekarten wieder eingeführt. Wer aus einem Risikogebiet nach Deutschland komme, müsse eine solches Formular ausfüllen und abgeben.

Corona-Test muss womöglich wiederholt werden

Außerdem verständigten sich die Gesundheitsminister demnach darauf, dass "in grenznahen Einreisepunkten" des Straßenverkehrs "stichprobenartige Kontrollen" durchgeführt werden. Wenn dabei herauskomme, dass jemand aus einem Corona-Risikogebiet komme, werde auf die Quarantänepflicht hingewiesen.

Kalayci betonte, ein Corona-Test bei der Rückkehr aus dem Urlaub sei "nur eine Momentaufnahme". Sie gehe davon aus, dass das medizinische Personal bei der Testung darauf hinweise, dass die Untersuchung womöglich nach einigen Tagen wiederholt werden solle.

Spahn mahnt trotz Tests zur Vorsicht

Spahn mahnte, dass Reiserückkehrer auch nach einem negativen Corona-Test auf den Infektionsschutz achten sollten. "Ein Test ist kein Freifahrschein, sondern immer nur eine Momentaufnahme", sagt der Gesundheitsminister. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten zuvor beschlossen, dass sich alle Reisenden aus Risikogebieten nach ihrer Rückkehr in Deutschland künftig kostenlos auf das Coronavirus testen lassen können. Spahn sagte: "Vernünftiges Verhalten und Wachsamkeit bleiben unverzichtbar."

Der Gesundheitsminister betonte: "Die aktuellen Infektionszahlen zeigen einmal mehr: Wir sind noch mitten drin in der Corona-Pandemie." Der zunehmende Reiseverkehr erhöhe das Risiko, dass wieder mehr Infektionen nach Deutschland hineingetragen werden. "Daher wird der Bund die Nationale Teststrategie so ergänzen, dass sich alle Reiserückkehrer binnen drei Tagen nach Einreise testen lassen können." Für Einreisende aus Risikogebieten sollten die Tests direkt an den Flughäfen angeboten werden.

Anmerkung der Redaktion: In einer ersten Version der Meldung hieß es irrtümlicherweise, die Gesundheitsminister hätten eine Testpflicht beschlossen. Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal