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Weltklimarat: 1,5-Grad-Ziel ist noch erreichbar – das ist entscheidend


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Weltklimarat: 1,5-Grad-Ziel ist noch erreichbar – durch harte Einschnitte

Von dpa
Aktualisiert am 04.04.2022Lesedauer: 3 Min.
Das Kohlekraftwerk Niederaußem und umliegende Stromleitungen (Archiv): "Wir haben die Werkzeuge und das Wissen, um die Erwärmung zu begrenzen."
Das Kohlekraftwerk Niederaußem und umliegende Stromleitungen (Archiv): "Wir haben die Werkzeuge und das Wissen, um die Erwärmung zu begrenzen." (Quelle: Future Image/imago-images-bilder)
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Nur bei einer drastischen Verringerung von Treibhausgasen ist das 1,5-Grad-Ziel noch zu erreichen, so ein neuer Bericht des Weltklimarats. Als entscheidend gilt das Umsteuern in einem bestimmten Sektor.

Die Begrenzung der Erderhitzung auf maximal 1,5 Grad ist nach Ansicht des Weltklimarats nur noch zu erreichen, wenn der Ausstoß von Treibhausgasen sofort und drastisch verringert wird. Das geht aus einem Bericht hervor, den der Weltklimarat (IPCC) am Montag veröffentlicht hat. "Wir sind an einem Scheideweg. Die Entscheidungen, die wir jetzt treffen, können eine lebenswerte Zukunft sichern", erklärte der IPCC-Vorsitzende Hoesung Lee. "Wir haben die Werkzeuge und das Wissen, um die Erwärmung zu begrenzen."

Die Vereinten Nationen hatten im vorigen Jahr ihr Ziel bekräftigt, die Erderwärmung im Vergleich zum späten 19. Jahrhundert auf 1,5 Grad zu begrenzen, um katastrophale Folgen des Klimawandels zu verhindern. Es seien mittlerweile Klimaschutzmaßnahmen, gesetzliche Regulierungen und Marktmechanismen bekannt, die effektiv seien, so Lee. "Wenn diese entsprechend skaliert und breiter angewendet werden, können sie tiefgreifende Einsparungen von Emissionen unterstützen und Innovationen ankurbeln." So seien etwa die Kosten für Solar- und Windenergie seit 2010 um bis zu 85 Prozent gesunken, was den Ausbau erneuerbarer Energien angekurbelt habe.

Ausstoß so hoch wie nie zuvor

Im Durchschnitt lag der weltweite Ausstoß von Treibhausgasen zwischen 2010 und 2019 so hoch wie nie zuvor in der Geschichte der Menschheit. Allerdings habe sich die Wachstumsrate verlangsamt.

Als entscheidend für das Erreichen des 1,5 Grad-Ziels gilt das Umsteuern im Energiesektor. Dazu gehört, erheblich weniger fossile Energieträger zu nutzen, den Verkehr und andere Sektoren weitgehend zu elektrifizieren, die Energieeffizienz zu verbessern und alternative Kraftstoffe wie Wasserstoff zu nutzen.

Der Weltklimarat hat außerdem untersucht, welchen Einfluss es hat, weniger Fleisch zu essen oder sich klimafreundlicher fortzubewegen – und kommt zu dem Schluss: Der Lebensstil und das persönliche Verhalten haben einen entscheidenden Einfluss. Allerdings brauche es hier die richtigen Politikinstrumente, nicht die Abwälzung der Verantwortung auf den Einzelnen, betonen die Autoren. Mit den richtigen Richtlinien, neuen Technologien und passender Infrastruktur könne man die Treibhausgas-Emissionen bis 2050 um 40 bis 70 Prozent reduzieren, heißt es – "ein erhebliches ungenutztes Potenzial".

Hunderte Wissenschaftler aus 65 Ländern hatten für den Bericht in den vergangenen Jahren Zehntausende Studien ausgewertet. Er ist Teil des 6. Sachstandsberichts des Weltklimarats, dessen Veröffentlichungen als umfassendster und international anerkannter Stand der Klimaforschung gelten. In dem Teilbericht geht es um Maßnahmen zur Abschwächung des Klimawandels.

Guterres: "Dokument der Schande"

UN-Generalsekretär António Guterres ist in seiner Reaktion auf den neuen Bericht des Weltklimarats (IPCC) hart mit Politik und Wirtschaft ins Gericht gegangen. "Es ist ein Dokument der Schande, ein Katalog der leeren Versprechen, die die Weichen klar in Richtung einer unbewohnbaren Erde stellen", sagte er in einer Videobotschaft.

"Sie ersticken unseren Planeten", sagte Guterres über Regierungen und Firmen, die für hohe Treibhausgas-Emissionen verantwortlich sind. Die wahren gefährlichen Radikalen seien nicht Klimaaktivisten, sondern jene Länder, die die Produktion von fossilen Brennstoffen ausbauen. Solch eine Strategie sei "moralischer und wirtschaftlicher Wahnsinn". Jene Regierungen und Wirtschaftsführer, die den vereinbarten Klimazielen das Wort reden, sich aber nicht daran halten, bezeichnete der UN-Chef als "Lügner".

Guterres rief die Weltbevölkerung auf, selbst aktiv zu werden: "Fordert, dass erneuerbare Energie jetzt eingeführt wird – und zwar schnell und in großem Rahmen."

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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