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Niedersachsen: Polizei entdeckt illegales Hobby-Sprengstofflabor


Spaß am Bomben basteln
Polizei entdeckt Hobby-Sprengstofflabor von 25-Jährigem

Von dpa
Aktualisiert am 18.01.2021Lesedauer: 1 Min.
Blaulicht an einem Polizeiauto: Die Polizei setzte Spürhunde ein (Symbolbild).Vergrößern des BildesBlaulicht an einem Polizeiauto: Die Polizei setzte Spürhunde ein (Symbolbild). (Quelle: U. J. Alexander/imago-images-bilder)
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Jahrelang gab es in der Nachbarschaft immer wieder Explosion, nun ist auch klar wieso: Die Polizei hat in Niedersachsen ein privates Sprengstofflabor entdeckt. Ein 25-Jähriger stellte dort hobbymäßig Bomben her.

Seit Jahren haben immer wieder laute Explosionen die Menschen in Bad Pyrmont beunruhigt – jetzt hat die Polizei ein Sprengstofflabor ausgehoben. Ein interner Hinweis zu einer verdächtigen Lieferung habe die Beamten auf die richtige Spur gebracht, teilte die Polizei am Montag mit. Ein 25-Jähriger, der Polizei kein Unbekannter, habe sich Materialien liefern lassen, aus denen sich "sprengfähige Gegenstände herstellen ließen". Mit Sprengstoffspürhunden fanden die Beamten in einer Garage im Ortsteil Holzhausen das Sprengstofflabor. Der 25-Jährige gestand, für die Explosionen der vergangenen Jahre verantwortlich gewesen zu sein.

Der Mann gab an, Spaß am Bomben basteln zu haben

Seinen Angaben zufolge hatte er Spaß daran, beispielsweise Rohrbomben zu basteln und explodieren zu lassen, teilte die Polizei mit. Auch habe er Rauchbomben gebastelt und gezündet. Über die Gefahren seines explosiven Hobbys sei er sich "wohl in keinster Weise bewusst" gewesen. In seiner Wohnung fanden die Ermittler zudem eine kleine, professionell eingerichtete Cannabisaufzuchtanlage. Der junge Mann muss sich nun wegen zahlreicher Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz und das Betäubungsmittelgesetz verantworten.

Regelmäßig war es in der Vergangenheit zu Explosionen oder Knallgeräuschen in Bad Pyrmont gekommen, Zeugen sprachen von hellen Blitzen. Die Polizei verzeichnete sieben solcher Vorkommnisse. Die Orte der Explosionen standen zunächst nicht fest, weil die Detonationen so laut gewesen seien, dass sie weit zu hören gewesen seien. Fensterscheiben vibrierten, in einem Fall riss eine Scheibe sogar. Dabei wurde ein Mensch leicht verletzt.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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