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Loveparade-Opfer zeigen Staatsanwaltschaft an

Verfahren verzögert  

Loveparade-Opfer zeigen Staatsanwaltschaft an

11.03.2015, 16:33 Uhr | dpa

Aus Enttäuschung über Verfahrens-Verzögerungen und wegen Fehlern der Anklagebehörde haben Opfer der Loveparade-Tragödie von Duisburg eine Strafanzeige gegen die Staatsanwaltschaft angekündigt.

Ein Vertreter der Betroffenen-Initiative "Lopa2010" erklärte, bei der Untersuchung der Vorfälle seien Fehler gemacht worden. Am 24. Juli 2010 waren bei der Katastrophe 21 Menschen gestorben, Hunderte wurden verletzt und traumatisiert.

Nach der Anklageerhebung der Staatsanwaltschaft vor einem Jahr war es mehrfach zu Verzögerungen gekommen, unter anderem weil Akten fehlten. Seither prüft das Landgericht die Zulassung der Anklage wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung. Weitere Fragen zu einem Gutachten sollen in den nächsten drei Monaten beantwortet werden. Erneut verzögert sich so ein mögliches Verfahren.

Die Betroffenen fürchten, dass wichtige Fristen verstreichen und der Prozess am Ende ganz platzen könnte. "Wir berufen uns bei unserer Anzeige auf Paragraf 258a, Strafvereitelung im Amt. Ohne Rechtsprechung können die Hinterbliebenen keinen Schlusspunkt finden", sagte der Sprecher der Opfer, Jörn Teich.

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