Sie sind hier: Home > Panorama >

Gesellschaft: Diskriminierung bei Wohnungssuche nimmt ab

Gesellschaft  

Diskriminierung bei Wohnungssuche nimmt ab

19.07.2018, 15:29 Uhr | dpa

Gesellschaft: Diskriminierung bei Wohnungssuche nimmt ab. Typisch deutsche Namen auf Klingelschildern.

Typisch deutsche Namen auf Klingelschildern. Foto: Philipp Brandstädter. (Quelle: dpa)

München (dpa) - Peter Rieger und Manfred Schenk oder Serkan Öztürk und Mustafa Pamuk: Bei der Wohnungssuche helfen deutsche Namen hierzulande noch immer. Allerdings nimmt einer Meta-Studie aus München zufolge diese Diskriminierung ethnischer Minderheiten ab.

Das gelte für Länder in Westeuropa wie auch für die USA, schreibt die Soziologin Katrin Auspurg von der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU). Sie hat ihre Untersuchung im Fachjournal "Journal of Ethnic and Migration Studies" veröffentlicht. Mit ihren Kollegen Andreas Schneck und Thomas Hinz von der Universität Konstanz hatte Auspurg Ergebnisse von 71 Feldexperimenten zwischen 1973 und 2015 ausgewertet.

Die Forscher machten auch eigene Experimente in München und anderen deutschen Städten. Hier testeten sie 24 deutsche und 24 türkische Männernamen in Email-Bewerbungen auf Inserate. Dabei fanden sie keine Diskriminierungs-Hochburgen.

Insgesamt werde das Ausmaß der Diskriminierung überschätzt, fasste Auspurg alle Studien zusammen. "Das liegt auch daran, dass Studien, die eine starke Diskriminierung belegen, eher publiziert werden." Dennoch bleibe es für Menschen mit ausländisch klingenden Namen etwas schwerer, an eine Wohnung zu kommen. "Um zu zwei Besichtigungen eingeladen zu werden, müssen Angehörige einer ethnischen Minderheit sechs Bewerbungen schreiben, während bei Wohnungssuchenden mit einem Nachnamen, der für die Mehrheit der Bevölkerung typisch ist, fünf reichen."

Dabei gehe es nicht unbedingt um direkte Diskriminierung, so Auspurg. Vielmehr schließe der Vermieter aufgrund eines fremdklingenden Namens offenbar häufig darauf, dass ein Bewerber weniger finanzstark ist. "Sobald in den Feldexperimenten zusätzliche Angaben zum sozialen Status und dem Einkommen gemacht wurden, nahm die Diskriminierung ab."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
SmartHome Komfortpaket statt 169,96 € nur 89,99 €*
zu Magenta SmartHome
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Magenta TV
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2018