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Verletzte ├ťberlebende von Madeira sind zur├╝ck in der Heimat

Von dpa
Aktualisiert am 22.04.2019Lesedauer: 3 Min.
Blumen liegen an der Unfallstelle in Gedenken an das Busungl├╝ck.
Blumen liegen an der Unfallstelle in Gedenken an das Busungl├╝ck. (Quelle: Armando Franca/AP./dpa)
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K├Âln/Funchal (dpa) - Die verletzten ├ťberlebenden der Buskatastrophe von Madeira haben ihren Heimflug gut ├╝berstanden.

Die ersten Patienten seien schon in Krankenh├Ąuser in der N├Ąhe ihrer jeweiligen Wohnorte verlegt worden, sagte eine Sprecherin der Unfallklinik in K├Âln-Merheim. Das R├Ątselraten ├╝ber die Ungl├╝cksursache ging derweil nach f├╝nf Tagen weiter.

Der Fahrer des Ungl├╝cksbusses f├╝hrte den Unfall mit 29 Toten nach Informationen einer ├Ârtlichen Zeitung auf "technisches Versagen" seines Fahrzeugs zur├╝ck. Die Zeitung "Jornal da Madeira" berief sich in ihrem Bericht auf einen Vertreter der Verkehrsgewerkschaft auf der portugiesischen Urlaubsinsel, die den 55-J├Ąhrigen demnach im Krankenhaus der Inselhauptstadt Funchal besuchte. Die Beh├Ârden gaben zu den laufenden Ermittlungen vorerst keine Informationen bekannt.

Die portugiesische Kraftfahrergewerkschaft SNM erhob unterdessen schwere Vorw├╝rfe gegen die Betreiberfirma des Ungl├╝cksbusses. Gewerkschaftskoordinator Manuel Oliveira versicherte, der Fahrer habe am Mittwoch zum Zeitpunkt des Unfalls gegen 18.30 Uhr bereits mehr als 13 Stunden hinter dem Steuer seines Fahrzeugs gesessen. Das seien f├╝nf Stunden l├Ąnger als vom Gesetz erlaubt.

"Wir wurden informiert, dass er um 22 Uhr (des Dienstags) Feierabend gemacht hat, und dass er (am Mittwoch) morgens zwischen f├╝nf und halb sechs den Dienst wieder aufgenommen hat", sagte Oliveira am Sonntagabend im Gespr├Ąch mit dem Fernsehsender SIC.

Auch wenn der Gewerkschaftsvertreter keinen direkten Zusammenhang zwischen den Beschuldigungen und dem Unfall herstellte, wies der Arbeitgeber des Fahrers, die Transportfirma SAM, die Vorw├╝rfe schnell und energisch zur├╝ck. Das Unternehmen habe eine Arbeitszeitaufzeichnung vorgelegt, aus der hervorgehe, dass der Fahrer sowohl am Tag vor der Katastrophe als auch am Unfalltag die zul├Ąssige t├Ągliche Arbeitszeit von acht Stunden nicht ├╝berschritten habe, schreibt die Zeitung "Diario de Noticias".

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Der verletzte Busfahrer gilt nach portugiesischen Medienberichten als sehr erfahren und zuverl├Ąssig. Der Mann war unmittelbar nach dem Unfall vom Mittwochabend in Funchal einem Alkoholtest unterzogen worden, der nach amtlichen Angaben negativ ausfiel. Vor dem Unfall soll er nach Aussagen von ├ťberlebenden und Augenzeugen noch versucht haben, auf der absch├╝ssigen, kurvenreichen Stra├če das Tempo des immer schneller werdenden Busses zu drosseln, indem er unter anderem eine Betonwand am Stra├čenrand streifte.

Der Versuch schlug fehl. Der Bus st├╝rzte einen Abhang hinunter und krachte in ein Haus. Bei dem Unfall starben 29 Touristen, die nach bisherigen Erkenntnissen alle aus Deutschland stammten. 27 weitere erlitten Verletzungen.

Eine Sondermaschine der Bundeswehr holte insgesamt 15 Verletzte am Karsamstag von Madeira nach Deutschland zur├╝ck. Die Patienten kamen anschlie├čend in die K├Âlner Klinik. Als gro├če Unfallklinik ist das Krankenhaus Merheim f├╝r solche F├Ąlle besonders geeignet. Der Direktor der Klinik, Bertil Bouillon, zeigte sich nach ersten Untersuchungen zufrieden mit dem Zustand der Unfallopfer. "Den 15 Patienten geht es den Umst├Ąnden entsprechend gut", betonte er.

Die 15 Verletzten stammen aus Nordrhein-Westfalen, Th├╝ringen, Sachsen-Anhalt und Baden-W├╝rttemberg, wie die Stadt K├Âln mitteilte. Nordrhein-Westfalens Ministerpr├Ąsident Armin Laschet (CDU) hatte die Verletzten nach Angaben der Staatskanzlei bei ihrer Ankunft im milit├Ąrischen Teil des Flughafens in K├Âln-Wahn begr├╝├čt.

Im Krankenhaus in Funchal lagen am Montag noch drei Verletzte: Neben dem Fahrer des Ungl├╝cksbusses eine Frau aus Deutschland, die nach Einsch├Ątzung der ├ärzte noch nicht transportf├Ąhig war, sowie die Reiseleiterin. Die 32 Jahre alte Portugiesin, die sich bei dem Unfall ein Bein brach, bedankte sich in der Nacht zum Sonntag auf Facebook f├╝r die Anteilnahme und die vielen Genesungsw├╝nsche.

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