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Jesús Malverde: Hunderte in Mexiko feiern "Heiligen der Drogenhändler"

Jesús Malverde  

Hunderte in Mexiko feiern "Heiligen der Drogenhändler"

04.05.2019, 10:32 Uhr | dpa

Jesús Malverde: Hunderte in Mexiko feiern "Heiligen der Drogenhändler". Gläubiger gießt Whisky über die Büste von Jesus Malverde, der in Mexiko als Heiliger der Drogenbosse gilt.

Gläubiger gießt Whisky über die Büste von Jesus Malverde, der in Mexiko als Heiliger der Drogenbosse gilt. Foto: Roberto Armenta. (Quelle: dpa)

Culiacán (dpa) - Hunderte Menschen haben in Mexiko den 110. Todestag von Jesús Malverde gefeiert, der auch als "Heiliger der Drogenhändler" verehrt wird.

In einer Prozession trugen sie am Freitag eine Statue des legendären Banditen durch die Straße von Culiacán im Bundesstaat Sinaloa. Die Gläubigen brachten die Figur in eine Kapelle, legten Blumen nieder, zündeten Kerzen an und gossen Whiskey über das Haupt des Heiligen.

Malverde (1870 - 1909), der in Wirklichkeit Jesús Juárez Mazo hieß, gilt als eine Art Robin Hood Mexikos. Er soll in den Bergen von Sinaloa reiche Reisende ausgeraubt und seine Beute unter den Armen verteilt haben. Nachdem die Behörden ihn jahrelang gejagt hatten, wurde er am 3. Mai 1909 getötet. Um sein Leben ranken sich viele Legenden, Fiktion und Wirklichkeit gehen fließend ineinander über.

Auch viele Kriminelle in Mexiko verehren Malverde. Sinaloa ist die Wiege des gleichnamigen Drogenkartells von Gangsterboss Joaquín "El Chapo" Guzmán, der mittlerweile in den USA in Haft ist. Aber auch Menschen außerhalb des kriminellen Milieus glauben an den Heiligen, der stets im weißen Anzug und mit schwarzem Schnurrbart dargestellt wird.

"Er ist der Heilige der Armen, ein großzügiger Heiliger, der allen Leuten hilft", sagte der Mechaniker Jóse Luis, der seine Tochter zu der Prozession mitgebracht hatte. "Aber nein, ein Heiliger der Drogenhändler ist er nicht."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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