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Große Schäden befürchtet - Hurrikan "Dorian": Bahamas und Florida bangen

Wirbelstum im Anmarsch  

Hurrikan "Dorian": Bahamas und Florida bangen

01.09.2019, 22:09 Uhr | dpa

Große Schäden befürchtet - Hurrikan "Dorian": Bahamas und Florida bangen. Ein Mann rennt am Hollywood Beach durch den Regen.

Ein Mann rennt am Hollywood Beach durch den Regen. Foto: David Santiago/Miami Herald/AP. (Quelle: dpa)

Washington/Miami (dpa) - Der Wirbelsturm "Dorian" ist zu einem Hurrikan der gefährlichsten Kategorie hochgestuft worden und mit zerstörerischen Windgeschwindigkeiten auf die Bahamas getroffen.

Der Inselgruppe südöstlich des US-Bundesstaats Florida drohte am Sonntag (Ortszeit) "katastrophale Zerstörung", warnte das Nationale Hurrikan-Zentrum in Miami. Es drohten "lebensgefährliche" Sturmfluten von bis zu sieben Meter Höhe. Es ist der gewaltigste Hurrikan, der die Bahamas seit Beginn der modernen Aufzeichnungen je getroffen hat.

Die Situation sei lebensbedrohlich und es seien "extreme Zerstörung" zu befürchten, warnte das Hurrikan-Zentrum. Vereinzelte Windböen könnten Geschwindigkeiten von bis zu 350 Kilometer pro Stunde erreichen, heftige Regenfalle seien zu erwarten, hieß es weiter.

Die Behörden des Inselstaats mit rund 400.000 Einwohnern hatten zuvor Zehntausende Anwohner aufgefordert, sich in Schutzunterkünfte oder höherliegende Gebiete zu begeben. Das Zentrum des Sturms kam am Sonntag auf der nördlichen Insel Abacos an und sollte von dort langsam in Richtung der Insel Grand Bahama ziehen. Der Regierungschef der Bahamas, Hubert Minnis, rief alle Einwohner auf, sich in Sicherheit zu bringen. "Bitte erinnern Sie sich daran: Häuser, Gebäude, Strukturen können ersetzt werden, Leben können nicht ersetzt werden", zitierte ihn die örtliche Zeitung "Nassau Guardian".

Der Sturm könnte sich auf dem Weg zur Ostküste von Florida am Montag wieder zu einem Hurrikan der Stufe vier von fünf abschwächen, werde aber ein extrem gefährlicher Hurrikan bleiben, erklärten die Meteorologen. Das Hurrikan-Zentrum verhängte Sturmwarnungen für Teile der Ostküste Floridas. Meteorologen rechneten damit, dass der Hurrikan am Montagabend oder Dienstag wohl vor der Küste nach Norden in Richtung der Bundesstaaten Georgia und South Carolina abdrehen wird. Der jüngsten Prognose zufolge soll "Dorian" der Küste Floridas allerdings so nahe kommen, dass fast von Miami bis Orlando mit gefährlichen Winden der Stärke eines Tropensturms zu rechnen ist.

In Palm Beach und anderen Orten entlang der Küste ordnete die Polizei die verpflichtende Evakuierung küstennaher und niedrig liegender Stadtviertel an. US-Präsident Donald Trump warnte die Anwohner der Küstengebiete vor den katastrophalen Folgen des Hurrikans. "Seine Auswirkungen werden über Hunderte Meilen oder mehr vom Auge des Sturms entfernt spürbar sein", sagte Trump am Sonntag nach einer Sitzung mit der Katastrophenschutzbehörde Fema. Der Hurrikan sei "einer der größten, den wir je gesehen haben", erklärte Trump weiter und zeigte sich überrascht, dass ein Sturm überhaupt so stark sein könne. Er sicherte den Bundesstaaten zu, dass die Regierung in Washington während und nach dem Sturm Hilfe bereitstellen werde.

In Teilen Floridas müsse zum Wochenbeginn mit starkem Regen, gefährlichen Überflutungen und zerstörerischen Winden gerechnet werden, warnte das Nationale Hurrikan-Zentrum. Dies gelte gegen Mitte der Woche auch für die nördlich angrenzenden Bundesstaaten Georgia und South Carolina. Sollte der Sturm seinen Kurs erneut ändern, sei nicht auszuschließen, dass er doch noch auf Florida treffen könnte.

"Dorian" ist ein "katastrophaler" Hurrikan der Stärke fünf von fünf, der an Land typischerweise zu großer Zerstörung führen würde: Ein großer Anteil aller Häuser wird abgedeckt oder bricht zusammen, Bäume und Strommasten knicken ein; die Versorgung mit Strom, Trinkwasser und Kommunikationsnetzen kann für Tage oder Wochen kollabieren.

In den USA riefen Politiker Anwohner auf, sich mit ausreichenden Vorräten an Trinkwasser, Essen und Medizin einzudecken. Zudem solle jede Familie genügend Benzin haben, um das Gebiet im Fall einer Evakuierung rasch verlassen zu können, hieß es. Bilder zeigten Menschen, die sich in Supermärkten mit Vorräten versorgten, an Tankstellen bildeten sich teils lange Schlangen. Zahlreiche Bürger füllten Sandsäcke, um sich gegen Überschwemmungen zu wappnen.

Die Bundesstaaten South Carolina, Florida und Georgia verhängten übers Wochenende den Notstand, um die behördlichen Vorbereitungen für den Hurrikan zu beschleunigen. Die Sturmwarnung trifft die USA an einem verlängerten Wochenende - am Montag ist dort ein Feiertag.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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