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Schweiz: Genf schafft Gleichberechtigung auf Straßenschildern

Initiative in der Schweiz  

Genf schafft Gleichberechtigung auf Straßenschildern

17.01.2020, 07:00 Uhr | dpa

Schweiz: Genf schafft Gleichberechtigung auf Straßenschildern. Genf führt neue Verkehrsschilder ein: Mit den Schildern, auf denen unter anderem Paare, Senioren und (schwangere) Frauen zu sehen sind, will die Stadt ein Zeichen in Sachen Gleichberechtigung setzen. (Quelle: Martial Trezzini/KEYSTONE/dpa )

Genf führt neue Verkehrsschilder ein: Mit den Schildern, auf denen unter anderem Paare, Senioren und (schwangere) Frauen zu sehen sind, will die Stadt ein Zeichen in Sachen Gleichberechtigung setzen. (Quelle: Martial Trezzini/KEYSTONE/dpa )

Premiere in der Schweiz: In Genf gibt es neue Verkehrsschilder, auf denen nicht mehr nur ausschließlich Männer zu sehen sind. Mit den neuen Schildern will die Stadt die Entwicklung der Gesellschaft zeigen.

Die Stadt Genf in der Schweiz will mit neuen Verkehrsschildern ein Zeichen in Sachen Gleichberechtigung setzen. Am Donnerstag stellte die Stadt sechs Variationen für die Verkehrsschilder an einem Zebrastreifen vor. Darauf sind unter anderem Paare, Senioren und (schwangere) Frauen zu sehen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur sda handelt es sich um eine Premiere in der Schweiz.

"Die Idee der Feminisierung bestimmter Verkehrszeichen mag anekdotisch erscheinen", sagte die Genfer Stadtpräsidentin Sandrine Salerno. Es sei jedoch keine Spielerei. Es gehe vielmehr darum, die Entwicklung der Gesellschaft zu zeigen. Historisch betrachtet sei der öffentliche Raum von Männern für Männer gedacht worden. Unter dem Vorwand der Neutralität sei die Beschilderung überwältigend männlich, kritisierte Salerno. "Diese Omnipräsenz verstärkt die Vorstellung, dass einige Menschen, vor allem Frauen, aber auch Minderheiten, dort weniger zu Hause sind als andere."

Der Austausch von Verkehrsschildern solle das Gefühl der Legitimität für alle im öffentlichen Raum fördern. Insgesamt sollen 250 Schilder mit den sechs neuen Variationen aufgehangen werden. In Genf läuft derzeit zudem ein Projekt zur Feminisierung von Straßennamen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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