Sie sind hier: Home > Politik > Corona-Krise >

Corona in Deutschland: In diesen Landkreisen häufen sich die Neuinfektionen

7-Tage-Inzidenz  

So ist die Corona-Infektionslage in Ihrem Landkreis

Von Laura Stresing, Cem Özer und Manfred Schäfer

14.02.2021, 06:00 Uhr
Corona in Deutschland: In diesen Landkreisen häufen sich die Neuinfektionen. Ein Team der Fieberambulanz in Sachsen-Anhalt nimmt Corona-Tests vor: Die Lage in Deutschland bleibt angespannt. Auf einer Karte zeigt t-online, wie die Sieben-Tage-Inzidenz in den Landkreisen und Städten ist.  (Quelle: dpa/Matthias Bein)

Ein Team der Fieberambulanz in Sachsen-Anhalt nimmt Corona-Tests vor: Die Lage in Deutschland bleibt angespannt. Auf einer Karte zeigt t-online, wie die Sieben-Tage-Inzidenz in den Landkreisen und Städten ist. (Quelle: Matthias Bein/dpa)

Die zweite Corona-Welle hat Europa fest im Griff. Seit Mitte Dezember befindet sich Deutschland erneut im verschärften Lockdown. Wir zeigen, wo sich die Neuinfektionen laut den offiziellen Zahlen häufen.

WICHTIGER HINWEIS: Die in den Grafiken dargestellten Zahlen spiegeln nicht das tatsächliche Infektionsgeschehen dar. Es ist von einer hohen Dunkelziffer auszugehen. Die Werte basieren zudem häufig auf unvollständigen Meldedaten und werden in der Regel eher als zu niedrig angegeben. Bitte informieren Sie sich zusätzlich auf den offiziellen Seiten Ihrer Stadt oder Ihres Landkreises über aktuelle Daten und Maßnahmen.

Zu Beginn des zweiten Jahres in der Coronavirus-Pandemie ist die Lage in Deutschland weiterhin extrem angespannt. Mit einem verlängerten "harten Lockdown" wollen Bund und Länder das Infektionsgeschehen wieder in den Griff bekommen. 

Ziel ist es, die sogenannte 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche wieder deutlich auf unter 50 zu senken. Experten plädieren sogar für einen Zielwert von unter 25 oder unter 10. Denn nur bei niedrigen Fallzahlen können Infektions-Cluster schnell genug ausfindig gemacht und isoliert werden, sodass Lockerungen wieder möglich werden. 

Davon sind viele Landkreise in Deutschland noch weit entfernt. Unsere interaktive Karte zeigt, von welchen Inzidenzwerten das Robert Koch-Institut in Ihrem Landkreis ausgeht.* 

Die 7-Tage-Inzidenz wurde eingeführt, um aktuelle Hotspots in der Coronavirus-Epidemie identifizieren und gegebenenfalls Maßnahmen einzuführen oder zu verschärfen. Allerdings stellen die Zahlen nicht das tatsächliche Infektionsgeschehen dar. Es ist insbesondere von einer hohen Dunkelziffer auszugehen.

Momentaner Inzidenzwert kann trügerisch sein

Da neue Infektionen zudem mit einer gewissen Verzögerung an das RKI gemeldet werden, werden die Fallzahlen und der daraus resultierende Inzidenzwert in der Regel eher als zu niedrig angegeben. Häufig basieren die Werte auf unvollständigen Daten. Die aktuell gemeldeten RKI-Tageswerte stellen daher eine potenziell trügerische Momentaufnahme dar und sollten nicht ohne Berücksichtigung weiterer Faktoren als Entscheidungsgrundlage für das weitere Vorgehen in der Pandemie herangezogen werden. 

Die nachfolgende Tabelle verschafft einen ersten Überblick, welche Landkreise laut RKI aktuell die niedrigsten oder höchsten Inzidenzwerte aufweisen: 

Wichtiger als diese Tageswerte ist eine Beobachtung der Entwicklungen über einen längeren Zeitraum. Wenn einzelne Landkreise aufgrund von Feiertagen, wegen technischer Probleme, Personalmangels oder aufgrund eines "Meldestaus" an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen keine neuen Zahlen an das RKI übermitteln, kann das zum Teil zu erheblichen Verzerrungen führen. Zum Teil werden die Werte nachlaufend korrigiert, weil fehlende Daten in Form von Nachmeldungen in die Berechnung an den Folgetagen eingehen. Das Problem und ein konkretes Beispiel haben wir bereits hier geschildert.  

Der Effekt durch den Meldeverzug ist in den einzelnen Landkreisen unterschiedlich ausgeprägt und hängt von verschiedenen Faktoren ab. Bitte informieren Sie sich zusätzlich auf den offiziellen Seiten Ihrer Stadt oder Ihres Landkreises über aktuelle Daten und Maßnahmen. 

Zweiter Lockdown geht in die Verlängerung

Seit dem Herbst 2020 kämpfen die deutschen Landkreise gegen eine massive zweite Infektionswelle an. Die Fallzahlen sind trotz verschiedener Maßnahmen bundesweit auf einem anhaltend sehr hohen Niveau. Oft kann die Ursache eines Ausbruchs nicht mehr genau zurückverfolgt werden, die Gesundheitsbehörden sprechen von einem "diffusen Infektionsgeschehen". 

Bis auf Weiteres muss deshalb der Einzelhandel mit Ausnahme der Geschäfte für den täglichen Bedarf schließen. Auch Schulen sollen grundsätzlich geschlossen bleiben oder die Präsenzpflicht ausgesetzt werden. 

Sorge um neue Virusvariante

Experten mahnen aus Sorge vor mutierten Virusvarianten aus England, Südafrika und Brasilien zu zusätzlicher Vorsicht. Die Coronavirus-Mutation B.1.1.7 etwa gilt als besonders ansteckend. In England hat sie sich bereits rasend schnell verbreitet. Sollte sich diese oder eine ähnliche Variante auch in Deutschland ausbreiten, könnte dies selbst unter den derzeit geltenden Einschränkungen zu einem erneut exponentiellen Anstieg bei den Fallzahlen führen. 

Im Winter gilt es als besonders schwierig, das Infektionsgeschehen unter Kontrolle zu bringen, da sich die Menschen öfter in Innenräumen aufhalten. Regelmäßiges Lüften kann helfen, das Infektionsrisiko in geschlossenen Räumen zu senken. Auch Abstandsregeln und Hygienevorschriften müssen weiter eingehalten werden. Insbesondere das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes hat sich als effektive Maßnahme zur Bekämpfung der Pandemie erwiesen. 

* Hinweis zur Bedienung der Karten: Fahren Sie mit dem Mauszeiger über einen Landkreis, um zu erfahren, wie viele Neuinfektionen es in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner gab. Die Daten stammen vom Robert Koch-Institut und werden täglich aktualisiert. Bitte beachten: Landkreise und gleichnamige Kreisstädte werden gesondert ausgewiesen. Um beispielsweise den Wert für die Stadt Rosenheim im Landkreis Rosenheim zu sehen, müssen Sie gegebenenfalls in die Karte hineinzoomen.

Verwendete Quellen:
  • Daten vom Robert Koch-Institut
  • Eigene Recherchen

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

baurtchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal