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Corona-Pandemie: Fünf Millionen Menschen weltweit mit Covid-19 infiziert

Pandemie mit neuem Hoch  

Fünf Millionen Menschen weltweit mit Coronavirus infiziert

21.05.2020, 14:40 Uhr | dpa

Corona-Pandemie: Fünf Millionen Menschen weltweit mit Covid-19 infiziert . Brasilien: Das Land ist schwer von der Pandemie betroffen. Innerhalb von 24 Stunden sind nun 20.000 neue Infizierte gemeldet worden.  (Quelle: imago images/ZUMA Wire)

Brasilien: Das Land ist schwer von der Pandemie betroffen. Innerhalb von 24 Stunden sind nun 20.000 neue Infizierte gemeldet worden. (Quelle: ZUMA Wire/imago images)

Die Corona-Pandemie hat einen neuen Höchststand erreicht: Weltweit sind fünf Millionen Menschen infiziert. Einen Rekord gibt es auch bei den Fallzahlen, die pro Tag der WHO gemeldet werden.

Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich US-Wissenschaftlern zufolge weltweit mehr als fünf Millionen Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert. Das ging am Donnerstag aus Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervor. Demnach starben bereits rund 328.000 Menschen nach einer Ansteckung mit dem Coronavirus. Knapp jede dritte Infektion wurde in den USA nachgewiesen. Deutschland hatte nach diesen Daten rund 178.900 registrierte Infizierte und etwa 8.200 Todesfälle.

Hohe Dunkelziffer vermutet

Die Webseite der Forscher wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden die Zahlen zuletzt aber auch wieder nach unten korrigiert. Experten gehen in jedem Fall von einer hohen Dunkelziffer aus.

Die registrierten Fälle steigen nach Angaben der WHO rasch. "In den vergangenen 24 Stunden wurden der WHO 106.000 neue Fälle gemeldet – so viel wie nie zuvor innerhalb eines Tages seit der Ausbruch begann", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch. "Wir haben noch einen langen Weg zu gehen in dieser Pandemie."

WHO besorgt über steigende Fallzahlen

Tedros verwies aber auch auf positive Aspekte. Es sei beeindruckend zu sehen, wie Länder wie Südkorea auf den Erfahrungen des Ausbruchs der von anderen Coronaviren ausgelösten Krankheit Mers aufgebaut hätten – mit einer schnell eingesetzten Strategie, um etwa Infizierte zu finden, zu isolieren, zu testen, und deren Kontakte zu verfolgen. Die WHO sei jedoch sehr besorgt über die steigenden Fallzahlen in Staaten mit geringen und mittleren Einkommen. Die WHO zählte am Donnerstag insgesamt über 4.860.000 Corona-Infizierte und mehr als 320.000 Tote.

In Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstag rund 158.000 Menschen die Infektion überstanden. Die Reproduktionszahl lag nach jüngsten RKI-Angaben vom Mittwoch bei 0,88 (Datenstand 20. Mai). Das bedeutet, dass jeder Infizierte im Mittel etwas weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Dieser Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes 7-Tage-R an. Es unterliegt weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,87. Er zeigt das Geschehen vor acht bis 16 Tagen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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