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Homöopathin soll Atteste für Corona-Leugner ausgestellt haben

Blankoformulare gegen Maskenpflicht  

Homöopathin soll massenhaft Atteste für Corona-Leugner ausgestellt haben

21.01.2021, 20:31 Uhr | dpa, t-online

Homöopathin soll Atteste für Corona-Leugner ausgestellt haben. Attest für die Befreiung von der Maskenpflicht: Immer wieder ermittelt die Polizei gegen Ärzte.  (Quelle: imago images/U. J. Alexander)

Attest für die Befreiung von der Maskenpflicht: Immer wieder ermittelt die Polizei gegen Ärzte. (Quelle: U. J. Alexander/imago images)

Die in der Szene bekannte Ärztin soll in ihrer Praxis im niedersächsischen Duderstadt Blankoformulare ausgestellt haben, um Corona-Leugner von der Maskenpflicht zu entbinden. Hinweise aus Kontrollen auf Demonstrationen führten die Polizei in ihre Praxis.  

Eine Ärztin mit homöopathischer Praxis soll massenhaft Atteste für Corona-Leugner ausgestellt und diese so von der Maskenpflicht entbunden haben. Die 54-Jährige aus Duderstadt im Süden Niedersachsens erregte die Aufmerksamkeit der Polizei, als auf Anti-Corona-Demos auffällig viele Teilnehmer das Nichttragen einer Maske mit einem Attest aus ihrer Praxis belegten. Dies sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Göttingen am Donnerstag. Die 54-Jährige sei durch mehrere Internetauftritte als Corona-Leugnerin bekannt.

Javid-Kiste warnt vor "Ermächtigungsgesetz"

Nach Informationen von t-online handelt es sich bei der Frau um Carola Javid-Kiste. Sie ist in der Vergangenheit mehrfach als Rednerin auf Demonstrationen gegen die Maßnahmen in der Corona-Krise aufgetreten. "Das Virus wird missbraucht, um uns die Freiheit zu nehmen", sagte sie laut "Volksstimme" auf einer Demonstration in Magdeburg im Oktober. Und: In ihrer Praxis müsse niemand eine Maske tragen.

In einer Sprachnachricht, die auch als Video auf Youtube hochgeladen wurde, bezeichnet Javid-Kiste die Eindämmungsmaßnahmen in der Krise als "Ermächtigungsgesetz" und warnt: In Deutschland herrsche derzeit eine schlimmere Diktatur als im Iran. 

Polizei: Alle Demonstranten hatten ein Attest aus Dudertstadt

Der Sprecher der Staatsanwaltschaft teilte mit: "Es fiel auf, dass, egal ob die Leute aus Dortmund oder Hannover kamen, alle ein Attest von dieser Ärztin aus Duderstadt hatten." Die Bescheinigungen hätten ausgesehen wie Blanko-Formulare, in die nur noch die Daten der Patienten eingetragen werden mussten. 

Die Staatsanwaltschaft durchsuchte am Mittwoch die Räumlichkeiten in Südniedersachsen und stellte Unterlagen sicher. Für das Ausstellen falscher Gesundheitszeugnisse drohe der Frau eine Geldstrafe oder bis zu zwei Jahre Haft, sagte der Sprecher.

Verwendete Quellen:

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