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Ernennung von Corona-Impfstoff-Beauftragten sorgt für Kritik

"Eingeständnis des Versagens"  

Ernennung von Impfstoff-Beauftragten sorgt für Kritik

19.02.2021, 13:51 Uhr | dpa, t-online, TiK

Ernennung von Corona-Impfstoff-Beauftragten sorgt für Kritik. Corona-Impfung: Der Beauftragte ist ein Bekannter von Olaf Scholz (Symbolbild). (Quelle: dpa/Michael Sohn/POOL AP)

Corona-Impfung: Der Beauftragte ist ein Bekannter von Olaf Scholz (Symbolbild). (Quelle: Michael Sohn/POOL AP/dpa)

Ein Sonderbeauftragter soll Deutschland beim Impfen schneller voranbringen. Für den Posten wurde ein Weggefährte von Olaf Scholz ausgewählt. Der Vorstoß stößt auf gespaltene Reaktionen.

Die Bundesregierung beruft einen Sonderbeauftragten für die Produktion von Corona-Impfstoff. Das bestätigte Gesundheitsminister Jens Spahn am Freitagmorgen auf einer Pressekonferenz. Den Posten übernimmt Christoph Krupp, der bisherige Chef der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und Weggefährte von Finanzminister Olaf Scholz. Zuvor hatte das Nachrichtenmagazin "Spiegel" darüber berichtet. Die Bundesregierung wolle Deutschlands Versorgung mit Vakzinen beschleunigen, so das Blatt. Der Beauftragte solle Ansprechpartner der Hersteller sein und ihnen helfen, ihre Produktion zu steigern.

CDU-Politiker: "Das wäre auch viel früher schon nötig gewesen."

In der Unionsfraktion wird der Vorstoß unterschiedlich aufgefasst, wie t-online am Freitagmittag erfuhr. Denn unter den Abgeordneten wächst seit einiger Zeit der Unmut. Ein CDU-Politiker sagte t-online: "Natürlich ist das schön, dass jetzt so ein Amt geschaffen wird, aber das wäre auch viel früher schon nötig gewesen."

Eine ranghohe Abgeordnete drückte es noch schärfer aus: "Das ist doch ein Eingeständnis des Versagens, des eigenen Miss-Managements! Wozu braucht man einen Beauftragten – wenn man doch ein ganzes Bundeskabinett hat?" Dass mit der neuen Stelle die Rivalität zwischen Jens Spahn und Peter Altmaier kaschiert werden soll, bezweifelt jedoch mancher in der CDU. Deren Auseinandersetzung entzünde sich eher an den bislang nicht ausgezahlten Hilfen, heißt es. 

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Gespräch mit CDU-Politiker und -Politikerinnen

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