Sie sind hier: Home > Panorama >

Überflutungen in London: Expertin sieht "Super-Keller" als Ursache

Unwetterchaos in Großbritannien  

Überflutungen in London: Expertin sieht "Super-Keller" als Ursache

13.07.2021, 18:39 Uhr | MaM, t-online, dpa

Sturzregen sorgt für Chaos in London

Heftige Regenfälle haben am Montag Teile Londons unter Wasser gesetzt. Zahlreiche Augenzeugen teilten ihre Eindrücke in den sozialen Medien beispielsweise aus South Hampstead, einem Viertel nördlich des Kensington Palace. (Quelle: t-online/Reuters)

Hochwasser mitten in London: Nach Unwettern am Montag kam es in Teilen der britischen Hauptstadt zu Überschwemmungen. (Quelle: t-online)


Starkregen hat Londons Straßen in reißende Bäche verwandelt. Keller, Autos, Toiletten und Geschäfte – die Stadt steht unter Wasser. Experten befürchten, die Ursache gefunden zu haben. Es ist es nicht allein der Klimawandel. 

Großbritannien wurde am Montag von Starkregen heimgesucht, der mehrere Straßen und Häuser überschwemmte. Innerhalb von 90 Minuten sollen in der britischen Hauptstadt London mehr als sieben Zentimeter Regen gefallen sein, berichten britische Medien.

Durch die plötzlichen Regenfälle wurden mehrere Straßen und Häuser überflutet. Besonders in den westlichen Stadtteilen Londons standen Keller unter Wasser, Autofahrer mussten ihre Fahrzeuge teils in den Straßen zurücklassen, die sich in strömende Bäche verwandelt hatten. Die bei Touristen beliebte Portobello Road im Stadtteil Notting Hill glich einem reißenden Fluss.

"Super-Keller" als eine mögliche Ursache

Für den Bereich südlich des Westminsterviertels riefen die Behörden die gelbe Gefahrenstufe aus. Zahlreiche Häuser und Geschäfte wurden von den Wassermassen überflutet, Toiletten liefen über und vereinzelt brachen Decken ein, berichtet die "Dailymail". 

Mary Dhonau, Spezialistin für Hochwasserschutz, geht davon aus, dass nicht nur der Klimawandel und die damit einhergehenden Wetterextreme Ursache für derartig starke Überschwemmungen sind. Auch sogenannte "Super-Keller" könnten Überschwemmungen begünstigen, sagt Dhonau gegenüber der "Dailymail". Sie würden besonders in wohlhabenderen Vierteln gebaut, um die Grundstücksflächen optimal zu nutzen.

Das Regenwasser kann so nicht mehr richtig in den Boden und somit in das Grundwasser zurückgelangen. "North Kensington ist ein Paradebeispiel für Land, das Wasser aufgesogen hätte und das jetzt für Superkeller genutzt wird", bestärkt Dhonau. Auch für den heutigen Dienstag werden weitere Regenfälle im Umkreis Londons erwartet.

Queen-Gitarrist May schimpft über Überschwemmungsschäden

Auch prominente Bewohner Londons wurden Opfer der Fluten: So wurde das Haus des Gitarristen der Band Queen, Brian May, von Überschwemmungen getroffen. Der 73-Jährige zeigte am Dienstag bei Instagram die Folgen des Unwetters in seinem Haus im Stadtteil Kensington.

"Das ganze Erdgeschoss wurde von Abwasser überschwemmt, das unsere Teppiche, Vorleger und allerhand (für uns) kostbare Dinge mit stinkendem Schlamm bedeckt hat", schrieb May dazu. "Es ist widerlich und eigentlich ziemlich herzzerreißend. Es fühlt sich an, als wären wir überfallen, entweiht worden." Viele Erinnerungsstücke seiner Frau Anita Dobson (72) seien ruiniert, ebenso wie Fotoalben aus seiner Kindheit.

May machte Nachbarn und Bezirksverwaltung mitverantwortlich. So seien in den vergangenen Jahren gegen den Rat von Experten zahlreiche Keller in der Gegend ausgebaut worden, was nun die Entwässerung störe. Der Bezirksrat wies die Vorwürfe zurück.

Verwendete Quellen:


Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Media Markttchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: