• Home
  • Panorama
  • Studie: Medien- und Spielsucht bei Kindern gestiegen


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild fĂŒr einen TextHeftige Proteste in UsbekistanSymbolbild fĂŒr einen TextOslo: Frau rammt Auto von ExtremistenSymbolbild fĂŒr einen TextFlughafen Frankfurt verhĂ€ngt Tier-EmbargoSymbolbild fĂŒr einen TextGroße Überraschung in WimbledonSymbolbild fĂŒr einen TextÖsterreicherin stirbt nach HaiangriffSymbolbild fĂŒr einen TextBundesligist schlĂ€gt auf Transfermarkt zuSymbolbild fĂŒr einen TextPolit-Prominenz bei Adels-TrauerfeierSymbolbild fĂŒr einen TextZehn Millionen Euro beim Lotto am SamstagSymbolbild fĂŒr einen TextMassenschlĂ€gerei auf "Karls Erdbeerhof"Symbolbild fĂŒr einen TextSchauspieler Joe Turkel ist totSymbolbild fĂŒr einen TextHorror-Crash nach VerfolgungsfahrtSymbolbild fĂŒr einen Watson TeaserZigaretten knapp: Diese Marken betroffenSymbolbild fĂŒr einen TextErdbeersaison auf dem Hof - jetzt spielen

Medien- und Spielsucht bei Kindern gestiegen

Von dpa
Aktualisiert am 04.11.2021Lesedauer: 3 Min.
Das Logo der Social-Media-App Tiktok.
Das Logo der Social-Media-App Tiktok. (Archivbild). (Quelle: Kiichiro Sato/AP/dpa./dpa)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Berlin (dpa) - Krankhaftes Computerspielverhalten und Social-Media-Sucht haben bei Kindern und Jugendlichen in der Corona-Pandemie einer Studie zufolge zugenommen.

Das Deutsche Zentrum fĂŒr Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters (DZSKJ) kommt in einer Untersuchung im Auftrag der Krankenkasse DAK zu dem Schluss, dass bei mehr als 4 Prozent der 10- bis 17-JĂ€hrigen in Deutschland ein sogenanntes pathologisches Nutzungsverhalten vorliegt.

Im Bereich Computerspiele hat sich demnach die Zahl der Betroffenen mit Suchtverhalten von rund 144.000 im Jahr 2019 auf 219.000 in diesem Jahr erhöht, bei der Nutzung von Social-Media-Plattformen wie Tiktok, Snapchat, WhatsApp oder Instagram von 171.000 auf 246.000.

DAK fordert PrÀventionsoffensive

Die DAK prĂ€sentierte die Studienergebnisse. Der Vorstandsvorsitzende Andreas Storm forderte von der Politik eine "breite PrĂ€ventionsoffensive, um die Medienkompetenz von Kindern und Eltern weiter zu stĂ€rken". Die geschĂ€ftsfĂŒhrende Bundesdrogenbeauftragte Daniela Ludwig (CSU) warb fĂŒr mehr PrĂ€vention zuhause, in der Kita und in Schulen. "Ob altersgerechte Games und Serien, Social Media, Smartphone oder Internet - all das funktioniert nicht ohne Kompetenz, ohne das Wissen, wie viel und was gut fĂŒr mich ist", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Das Thema werde zukĂŒnftig nicht kleiner, sondern grĂ¶ĂŸer. PrĂ€vention sei das "A und O."

"Der Anstieg der Mediensucht ist vor allem auf die wachsende Zahl pathologischer Nutzer unter den Jungen zurĂŒckzufĂŒhren", sagte Studienleiter Rainer Thomasius vom DZSKJ des UniversitĂ€tsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE). Er warnte vor den Folgen durch die VernachlĂ€ssigung von AktivitĂ€ten, Familie, Freunden und einen verschobenen Tag-Nacht-Rhythmus. "Da persönliche, familiĂ€re und schulische Ziele in den Hintergrund treten, werden alterstypische Entwicklungsaufgaben nicht angemessen gelöst. Ein Stillstand in der psychosozialen Reifung ist die Folge."

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Bundesregierung rÀt zum Kauf von Notstromaggregaten
Heizkraftwerk Nord der Stadtwerke MĂŒnchen, 21. Juni 2022


Eine krankhafte oder pathologische Nutzung sehen die Experten, wenn bei Betroffenen ein Kontrollverlust, eine "Priorisierung gegenĂŒber anderen AktivitĂ€ten" und eine Fortsetzung der Nutzung trotz negativer Konsequenzen zu beobachten ist. "Hieraus resultieren signifikante BeeintrĂ€chtigungen in persönlichen, sozialen und schulisch-beruflichen Lebensbereichen." Pathologische Spieler und Social-Media-Nutzer zocken oder chatten der Studie zufolge vier oder mehr Stunden am Tag.

Grundlage der Studie ist eine wiederholte Befragung von Eltern und Kindern durch das Meinungsforschungsinstitut Forsa. Die erste fand 2019 vor der Pandemie statt, die zweite zur Zeit der ersten Schulschließungen im FrĂŒhjahr 2020, eine weitere im November 2020, bevor die Schulen erneut geschlossen wurden und die vierte schließlich im Mai und Juni dieses Jahres, als Schulen nach monatelangen Schließungen und Wechselunterricht langsam wieder zu einem gewissen Normalbetrieb zurĂŒckkehrten.

Die Kinder und Jugendlichen wurden zu Dauer und Motiven fĂŒr die Nutzung von Spielen und Social-Media-Plattformen befragt und auch zu möglichen negativen Auswirkungen, die sie bei sich selbst feststellten, etwa bei Schulnoten oder im VerhĂ€ltnis zu Freunden oder Familienmitgliedern.

Vor Corona nutzten die Befragten an Wochentagen knapp zwei Stunden Instagram, Snapchat, TikTok oder anderen Plattformen. Im ersten Lockdown im FrĂŒhjahr 2020 erhöhte sich das auf mehr als drei Stunden tĂ€glich. Im November, als Schulen dann zwar grĂ¶ĂŸtenteils offen waren, das Freizeitangebot aber weiterhin stark eingeschrĂ€nkt war, sank die Nutzung wieder leicht, lag aber immer noch deutlich ĂŒber dem Niveau von 2019. Das blieb auch in diesem Mai und Juni so.

Eine Ă€hnliche Entwicklung zeigte sich bei Spielen: Vor Corona waren die befragten Kinder und Jugendlichen an Wochentagen durchschnittlich eine Stunde und 23 Minuten lang mit Computer- oder Online-Spielen beschĂ€ftigt, im April 2020 erhöhte sich die Nutzung stark auf zwei Stunden und zwölf Minuten am Tag. Danach gab es wieder einen leichten RĂŒckgang.

Nutzungszeiten "deutlich ĂŒber Vorkrisenniveau"

Die Nutzungszeiten bei Spielen und Social Media unter der Woche und auch am Wochenende lĂ€gen immer noch "deutlich ĂŒber dem Vorkrisenniveau", sagte Thomasius. Es werde eine weitere Befragung im kommenden Jahr angestrebt. Diese könnte zeigen, ob Corona dauerhafte Spuren im Nutzungsverhalten hinterlassen hat.

Der PrĂ€sident des Berufsverbands der Kinder- und JugendĂ€rzte, Thomas Fischbach, zeigte sich pessimistisch. "Gerade fĂŒr Kinder und Jugendliche mit bereits davor riskanter Mediennutzung waren die Lockdowns ein erheblicher gesundheitlicher GefĂ€hrdungsfaktor, der den Übergang in eine pathologische Mediennutzung quasi katalysiert hat." Es sei zu befĂŒrchten, dass sich diese Fehlentwicklung auch nach Ende der Pandemie nicht einfach vollstĂ€ndig rĂŒckabwickeln lasse.

Thomasius verwies auch auf Empfehlungen der Gemeinsamen Suchtkommission kinder- und jugendpsychiatrischer FachverbĂ€nde. Demnach sollten Kinder bis zum Schulbeginn nur analog lernen und spielen und nicht mit Hilfe digitaler Medien. Ein eigenes Smartphone sollte vor der fĂŒnften Klasse tabu sein und die Nutzung danach sollten Eltern steuern und beaufsichtigen.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Neueste Artikel
CSUDAKDeutsche Presse-AgenturDeutschlandInstagramTikTok
Justiz & KriminalitÀt




t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website