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Positiver Effekt des Böller-Verkaufsverbots erwartet

Von dpa
Aktualisiert am 28.12.2021Lesedauer: 2 Min.
Anzeige in einem Werbeprospekt: "Aufgrund gesetzlicher Vorgaben ist der Verkauf von Pyrotechnik verboten.
Anzeige in einem Werbeprospekt: "Aufgrund gesetzlicher Vorgaben ist der Verkauf von Pyrotechnik verboten. Wir bitten um VerstÀndnis.". (Quelle: Hauke-Christian Dittrich/dpa./dpa)
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Berlin/Stuttgart (dpa) - Das bundesweite Böller-Verkaufsverbot zu Silvester wird nach Ansicht des Deutschen Feuerwehrverbandes zu deutlich weniger NotfĂ€llen rund um den Jahreswechsel fĂŒhren.

Das Verbot sei "sehr hilfreich fĂŒr die Arbeit der Feuerwehr", da es zu einer erheblichen Entlastung bei den Einsatzzahlen fĂŒhren werde, sagte VerbandsprĂ€sident Karl-Heinz Banse den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Dies habe bereits die entsprechende Regelung im Vorjahr gezeigt. "Die Zahl der UnfĂ€lle und Verletzungen durch Böller dĂŒrfte auch diesmal deutlich geringer ausfallen als in regulĂ€ren Jahren." Dadurch wĂŒrden weniger Krankenhausbehandlungen erforderlich, die stark mit Covid-19-Patienten belegten Kliniken wĂŒrden entlastet.

Verkauf von Böllern verboten

Versammlungen zu Silvester und Neujahr sind in diesem Jahr verboten. An von den Kommunen ausgewiesenen öffentlichen Orten soll es wie bereits beschlossen kein Silvesterfeuerwerk geben, der Verkauf von Böllern ist verboten.

Mit einer Gefahr fĂŒr die EinsatzfĂ€higkeit der Feuerwehr im Fall einer schnellen Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus rechnet
Banse nach eigenen Worten nicht: "Denkbare PersonalengpÀsse durch eine rasche Zunahme von Omikron-Infektionen können bei den Feuerwehren ausgeglichen werden, da es generell vorgeplante Personalreserven etwa bei den Freiwilligen Feuerwehren gibt."

In Deutschland gebe es aktuell knapp 35.000 Berufsfeuerwehrangehörige und mehr als eine Million freiwillige Feuerwehrleute. Diese könnten sich in Notsituationen aushelfen.

Angriffe auf Polizei und RettungskrÀfte

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Angesichts zahlreicher Angriffe auf Polizisten und RettungskrĂ€fte beklagt Baden-WĂŒrttembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) fehlenden Respekt bei "einigen IrrglĂ€ubigen". Polizei- und auch RettungskrĂ€fte seien zwar allgemein hoch angesehen, doch: "Ich kann und will nicht akzeptieren, dass auf Demonstrationen und Versammlungen gerade die attackiert werden, die oft buchstĂ€blich ihren Kopf fĂŒr unsere Sicherheit und unsere Freiheit hinhalten."

An vielen Orten in Deutschland kam es zuletzt bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen zu Attacken auf EinsatzkrĂ€fte. In den vergangenen Jahren hatten Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste gerade zu Silvester und Neujahr solche Angriffe beklagt. Im Jahr 2020 waren laut Statistik allein in Baden-WĂŒrttemberg 5151 Übergriffe auf Polizistinnen und Polizisten registriert worden. Das waren bereits etwa 760 mehr als noch vor fĂŒnf Jahren.

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