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Amanda Knox erscheint nicht vor Gericht

Neuer Prozess ohne die Angeklagte  

Amanda Knox will die Familie ihres vermeintlichen Opfers treffen

09.01.2014, 14:16 Uhr | AFP, dpa

Amanda Knox und ihr Ex-Freund Raffaele Sollecito müssen sich seit September 2012 zum dritten Mal für ihren vermeintlichen Mord an der Britin Meredith Kercher im November 2007 vor Gericht verantworten. Vor dem Berufungsgericht in Florenz geht seit heute der neue Prozess in die entscheidende Phase.

Während die beiden Hauptangeklagten ihre Unschuld beteuern, fordert die italienische Staatsanwaltschaft Haftstrafen von 30 und 26 Jahren für die beiden US-Amerikaner Knox und Sollecito. Die britische Austauschstudentin Kercher war im November 2007 halbnackt und mit durchschnittener Kehle in ihrem WG-Zimmer in Perugia gefunden worden.

Die heute 26-jährige Knox und der 30-jährige Sollecito wurden 2009 in einem Indizienprozess verurteilt und 2011 in einem Berufungsprozess wieder freigesprochen. Im März vergangenen Jahres wurde das Urteil vom höchsten italienischen Gericht jedoch wieder gekippt.

Knox erscheint nicht vor Gericht

Knox nimmt weiterhin nicht an dem Verfahren teil. "Ich wäre für den Prozess zurückgekommen. Italien fehlt mir sehr", sagte sie der italienischen Tageszeitung "La Repubblica". "Aber ich habe Angst. Ich war für vier Jahre im Gefängnis, ohne etwas Böses getan zu haben und obwohl ich meine Unschuld herausgeschrien habe, hat mir niemand geglaubt." Es sei jedoch eine schwere Entscheidung gewesen, nicht zurückzukehren.

Sollecito hingegen erschien heute gemeinsam mit seinem Vater vor Gericht. Seine Anwälte sollten ihre Plädoyers halten. Danach hat das Gericht noch zwei weitere Termine anberaumt.

Am 20. Januar haben beide Seiten die Möglichkeit, auf die Plädoyers zu reagieren. Das Urteil wurde unterdessen erneut verschoben und soll nun in zweiter Instanz am 30. Januar gesprochen werden. Nach Angaben des Anwalts der Familie Kercher wollen dann auch der Bruder und die Schwester des Opfers Meredith nach Florenz reisen.

Knox will Familie des Opfers treffen

Knox wünscht sich aber eine Aussprache und Versöhnung mit der Familie des Opfers. "Ich will ihnen direkt sagen, dass ich nichts mit dem Mord an Meredith zu tun habe, dass ich sie gern hatte und wir Freundinnen waren".

Auf die Frage, was nach einer Verurteilung geschehe, antwortete Knox: "In diesem Fall wäre ich, wie sagt man, eine Flüchtige." Sie sei vor dem Urteil optimistisch, habe aber auch Angst.

Knox erwartet, dass in dem neuen Prozess "ein für alle Mal festgestellt wird, dass ich meine Freundin Meredith nicht ermordet habe". Mit Sollecito habe sie in den vergangenen Wochen oft telefoniert. "Er ist sehr viel optimistischer als ich. Er glaubt an die Gerechtigkeit und ist überzeugt, dass sich alles auflöst", sagte sie.



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