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Bottrop: Apotheker panschte systematisch Krebsmedikamente – zwölf Jahre Haft


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Krebsmedikamente gepanscht – lange Haft für Apotheker

Von dpa, df

Aktualisiert am 06.07.2018Lesedauer: 2 Min.
Der Angeklagte im Essener Gerichtssaal: Dem Apotheker wurde vorgeworfen, systematisch Krebsmedikamente gestreckt, aber voll abgerechnet zu haben.
Der Angeklagte im Essener Gerichtssaal: Dem Apotheker wurde vorgeworfen, systematisch Krebsmedikamente gestreckt, aber voll abgerechnet zu haben. (Quelle: Marcel Kusch/dpa-bilder)
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Die Tat ist ungeheuerlich: Ein Apotheker hat systematisch Krebsmedikamente gestreckt, aber voll abgerechnet. Ein Gericht verurteilte ihn nun zu einer langen Haftstrafe.

Im Skandal um massenhaft gepanschte Krebsmedikamente hat das Landgericht Essen einen Apotheker zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Die Richter stellten in ihrem Urteil fest, dass in der Apotheke des 48-Jährigen aus Bottrop Infusionslösungen getreckt, bei den Krankenkassen aber voll abgerechnet wurden.


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Die Richter verhängten außerdem ein lebenslanges Berufsverbot gegen den Mann. Der Angeklagte selbst hatte sich im Prozess nicht zu den Vorwürfen geäußert. Seine Verteidiger hatten einen Freispruch beantragt.

Richter gehen auch von Hygieneverstößen aus

"Wir sind überzeugt, dass mindestens 14.500 Arzneimittel zwischen 2012 und 2016 unterdosiert waren", sagte Richter Johannes Hidding. Dies sei das Ergebnis eines Vergleichs zwischen eingekauften und abgerechneten Wirkstoffen. Außerdem gehen die Richter von großen Hygieneverstößen aus. Der Angeklagte sei nicht nur einmal dabei beobachtet worden, wie er das Labor in Straßenkleidung betreten habe. "Dabei ist Hygiene gerade für immungeschwächte Krebspatienten immens wichtig", hieß es im Urteil.

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Der Angeklagte habe von den Straftaten wirtschaftlich erheblich profitiert. "Er hat ganz schlicht aus Habgier gehandelt", sagte Hidding. "Luxusgüter spielten für ihn eine ganz große Rolle."

Anklage: Sollte luxuriösen Lebensstil finanzieren

Die Staatsanwaltschaft hatte dreizehneinhalb Jahre Haft gefordert. Sie war ebenfalls überzeugt, dass Peter S. jahrelang lebenswichtige Krebsmedikamente streckte, um seinen luxuriösen Lebensstil zu finanzieren. Der Mann habe sich auf Kosten von Menschen bereichert, die um ihr Leben bangten, hatte Staatsanwalt Rudolf Jakubowski in seinem Plädoyer argumentiert. "Und das zur Fortsetzung seines luxuriösen Lebensstils – zum Beispiel zum Bau einer Villa mit Wasserrutsche."

Seine Verteidiger hatten die Indizienkette insgesamt angezweifelt und einen Freispruch verlangt. Der Angeklagte selbst äußerte sich im Prozess nicht zu den Vorwürfen.

Zahl der Betroffenen bleibt unklar

Opfer und Hinterbliebene kritisierten, dass wichtige Fragen in dem Verfahren am Landgericht Essen offengeblieben seien. Vor allem konnte nicht geklärt werden, wie viele Patienten unterdosierte Medikamente bekamen. Anfänglich war die Staatsanwaltschaft von mehr als 1.000 betroffenen Patienten ausgegangen.

Der Medikamentenskandal war von zwei Mitarbeitern des Apothekers aufgedeckt worden. Für ihre Enthüllungen wurden sie Ende 2017 mit dem Deutschen Whistleblower-Preis ausgezeichnet.

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Verwendete Quellen
  • dpa
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