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Prozess in Hessen – Ertrunkene Kinder: Bürgermeister weist Vorwurf zurück

Prozess in Hessen  

Ertrunkene Kinder: Bürgermeister weist Vorwurf zurück

09.01.2020, 12:04 Uhr | dpa

Prozess in Hessen – Ertrunkene Kinder: Bürgermeister weist Vorwurf zurück . Der Unglücksort in Neukirchen-Seigertshausen: Hier ertranken drei Kinder.  (Quelle: dpa/Frank Rumpenhorst)

Der Unglücksort in Neukirchen-Seigertshausen: Hier ertranken drei Kinder. (Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa)

2016 ertranken drei Kinder in einem hessischen Dorf in einem Teich. Noch immer steht der Bürgermeister im Visier der Ermittlungen. Doch dieser ist sich keiner Schuld bewusst. 

Im Prozess um den Tod von drei in einem nordhessischen Dorfteich ertrunkenen Kindern hat der angeklagte Bürgermeister die Verantwortung von sich gewiesen. "Die Nutzung dieses Teiches obliegt dem allgemeinen Lebensrisiko", sagte Klemens Olbrich (CDU) am Donnerstag vor dem Amtsgericht Schwalmstadt. Der Rathauschef der Gemeinde Neukirchen ist wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Die drei Geschwister einer in der Gemeinde lebenden Familie waren 2016 tot im Teich entdeckt worden.

Zum Prozessauftakt ging es vor allem um die Frage, um welche Art von Teich es sich handelt. Ein Löschwasserteich hätte laut Gesetz mit einem Zaun abgesichert werden müssen. Olbrich gab zwar an, dass das Wasser auch zum Löschen genutzt werden könne. Es handele sich aber nicht um ein extra dafür angelegtes Becken: "Den Teich gibt es schon seit 200 Jahren."

Bei dem Unglück waren zwei Jungen (5 und 9) und ein Mädchen (8) ertrunken. Die Eltern treten als Nebenkläger in dem Prozess auf, waren bei der Verhandlung aber zunächst nicht zugegen. Die Familie verlor damals drei ihrer seinerzeit sechs Kinder. Ein Urteil wird am Donnerstag nicht erwartet. Es sind bisher vier Fortsetzungstermine vorgesehen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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