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Nach Millionenbetrug: Pudel verrät totgeglaubte Deutsche auf Mallorca

Nach Millionenbetrug  

Pudel verrät totgeglaubte Deutsche auf Mallorca

05.05.2021, 18:18 Uhr | dpa

Nach Millionenbetrug: Pudel verrät totgeglaubte Deutsche auf Mallorca. Ein Großpudel (Archivbild): Weil es auf Mallorca nur wenige davon gibt, standen die Chancen gut, dass es sich dabei um den Hund der gesuchten Frau handelt. (Quelle: imago images)

Ein Großpudel (Archivbild): Weil es auf Mallorca nur wenige davon gibt, standen die Chancen gut, dass es sich dabei um den Hund der gesuchten Frau handelt. (Quelle: imago images)

Zuerst hatte sie ihren Arbeitgeber um eine Million Euro betrogen, dann täuschte sie ihren Tod vor. Nun haben Privatdetektive die Frau gefunden – dank ihres Hundes.

Auf Mallorca ist eine Deutsche festgenommen worden, die ihren Tod vorgetäuscht haben soll, um einem Verfahren wegen Unterschlagung zu entgehen. Einen entsprechenden Bericht der Zeitung "Diario de Mallorca" bestätigte die Polizei am Mittwoch auf Anfrage.

Die 47-Jährige stehe im Verdacht, ihren ehemaligen Arbeitgeber um eine Million Euro betrogen zu haben, schrieb die Zeitung. Als sie deshalb im vergangenen November zu einem Gerichtstermin auf Mallorca erscheinen sollte, haben ihre Eltern mitgeteilt, sie sei im März in Rostock bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Dazu legten sie eine gefälschte Sterbeurkunde vor.

Privatdetektive observierten Frau

Das geschädigte Unternehmen aber bezweifelte die Angaben und beauftragte Privatdetektive. Diese seien aufgrund von Spuren in sozialen Medien zum Schluss gekommen, dass die Frau möglicherweise unter falscher Identität in Santa Ponça auf Mallorca lebte. Da sie wegen Fotos im Internet wussten, dass die Frau einen Riesenpudel besaß, die es sonst nur selten auf der Insel gibt, observierten sie die Gegend um den vermuteten Wohnort der Frau, wie die Zeitung weiter berichtete.

Ein Mann, der mit einem solchen Hund Gassi ging, habe die Detektive schließlich zu dem Haus der Gesuchten geführt. Daraufhin sei die Polizei verständigt worden, die die Frau zu Hause festnahm. Dabei habe sie ihre wahre Identität eingestanden. Sie sei einem Haftrichter vorgeführt worden, der sie unter Auflagen freigelassen habe.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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