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Angst im Kongo: Millionenstadt wegen bevorstehendem Vulkanausbruch evakuiert

Angst im Kongo  

Vulkan bedroht Millionenstadt – zehntausende Menschen fliehen

27.05.2021, 09:23 Uhr | dpa

Lava schiebt sich durch Millionenstadt

Der Ausbruch des Vulkans Nyiragongo im Osten der Demokratischen Republik Kongo hat in der Millionenstadt Goma für Panik gesorgt. Mindestens 15 Menschen starben. (Quelle: t-online)

Demokratischen Republik Kongo: Der Ausbruch des Vulkans Nyiragongo hat in der Millionenstadt Goma für Panik gesorgt. (Quelle: t-online)


Die rote, heiße Masse schob sich bis kurz vor die Stadt. Nun fürchtet die Millionenstadt Goma einen erneuten Ausbruch des Vulkans und die Menschen müssen ihre Häuser verlassen.

Aus Sorge vor einem bevorstehenden erneuten Ausbruch des Vulkans Nyiragongo haben die Behörden in der Demokratischen Republik Kongo eine Teil-Räumung der Millionenstadt Goma angeordnet. In der Nacht zu Donnerstag gab der Militärgouverneur der Nord-Kivu-Region über den offiziellen TV-Kanal RTNC die Räumung von zehn Bezirken bekannt. Generalleutnant Kongba Constant begründete das mit wissenschaftlichen Daten, die auf eine erneute Eruption des Vulkans hindeuteten. Es gebe zudem die Gefahr, dass heiße Lava auf dem Boden des Kivu-Sees giftige Gase freisetze. Die Behörden würden Transportmöglichkeiten für die Bewohner organisieren, diese sollten nur das Nötigste mitnehmen.

Bilder des ersten Ausbruchs am Samstag sehen Sie hier oder oben im Video.

Nach der Eruption des Vulkans am Samstag hatten Einwohner ihre Häuser in Panik verlassen und waren teilweise über die Grenze ins benachbarte Ruanda geflohen. Ein Teil der Lava hatte sich Richtung Goma gewälzt, stoppte dann aber 300 Meter vor dem Flughafen der Grenzstadt. Bisher werden noch immer 40 Menschen nach Angaben der UN-Agentur zur Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA) vermisst. Rund 20.000 Menschen seien obdachlos geworden.

Die Agentur hatte am Vorabend auf andauernde Erdstöße und Aschewolken hingewiesen. Die Schließung der Flughäfen der betroffenen Grenzstadt Goma sowie der Nachbarstadt Bukavu erschwerten humanitäre Hilfsmaßnahmen. Drei Dörfer und ein Vorort von Goma wurden von der Lava zerstört. Der Vulkan befindet sich im Virunga-Nationalpark, etwa 20 Kilometer nördlich der Großstadt – nahe der Grenze zu Ruanda. Der Mount Nyiragongo brach zuletzt 2002 aus. Lava zerstörte damals große Teile Gomas. Rund 250 Menschen wurden getötet, 120.000 obdachlos.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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