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Flutkatastrophe in Sinzig: Mehrere Tote in Lebenshilfe-Wohnheim geborgen

Katastrophe in Rheinland-Pfalz  

Flut tötete mehrere Menschen in einem Lebenshilfe-Wohnheim

16.07.2021, 07:43 Uhr
Flutkatastrophe in Sinzig: Mehrere Tote in Lebenshilfe-Wohnheim geborgen. Das Lebenshilfehaus in Sinzig im Kreis Ahrweiler: Eine braune Fläche an der Hauswand zeigt, wie hoch das Wasser hier stand. (Quelle: t-online/Lars Wienand)

Das Lebenshilfehaus in Sinzig im Kreis Ahrweiler: Eine braune Fläche an der Hauswand zeigt, wie hoch das Wasser hier stand. (Quelle: Lars Wienand/t-online)

In einem Wohnheim für Menschen mit Behinderung ist es zu einer Tragödie gekommen. Die Feuerwehr barg mehrere Todesopfer aus dem Gebäude, das vergangene Nacht von den Fluten schwer betroffen war. 

Die Feuerwehr hat in Sinzig im Landkreis Ahrweiler (Rheinland-Pfalz) mehrere Bewohner aus einer Sozialeinrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung tot geborgen. Das bestätigte die Polizei gegenüber t-online. Die Menschen hatten sich nicht retten können, als der Pegel der Ahr in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag dramatisch gestiegen war und das Erdgeschoss des Lebenshilfehauses Ahrweiler komplett geflutet wurde.

Die Zahl der Toten ist inzwischen auf zwölf gestiegen. Lesen Sie mehr in diesem Text.

Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) gab die Zahl der bei der Tragödie ums Leben gekommenen Menschen am Abend mit neun an. Nach t-online-Informationen wurden zwischenzeitlich elf Bewohner vermisst. In einer nahen Schule war die Anlaufstation für die Angehörigen der Opfer. Zwei Notfallseelsorger kümmerten sich dort um die Menschen.

Carola K. (rechts) kann ihre Cousine in den Arm nehmen: K. ist eine Bewohnerin des Lebenshilfehauses und ist nun in Sicherheit.  (Quelle: t-online/Lars Wienand)Carola K. (rechts) kann ihre Cousine in den Arm nehmen: K. ist eine Bewohnerin des Lebenshilfehauses und ist nun in Sicherheit. (Quelle: Lars Wienand/t-online)

Wer von dort weitergeschickt wurde an einen anderen Standort der Lebenshilfe, hatte die Gewissheit, dass der Angehörige es überlebt hat. Einer dieser Bewohner war Carola K. (46), die nach ihrer Rettung um 17.40 Uhr ihre Cousine und Betreuerin in die Arme schließen konnte.

Carola und ihre Freundin Mary (43) lebten in einem Nebengebäude, in dem sich alle ins obere Stockwerk retten konnten. "Es sind so viele tot", sagte sie ihrer Cousine erschüttert. Das Wasser sei sehr schnell gekommen. Die Feuerwehr hatte die Eingeschlossenen zwischenzeitlich über Boote mit Nahrung und Getränken versorgt. 

Der rheinland-pfälzische Sozialminister Alexander Schweitzer (SPD) plant am Freitag mit dem Opferbeauftragten der Landesregierung, Detlef Placzek, einen Besuch in der Einrichtung. 

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche

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